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AG Alter

Im fortgeschrittenen Lebensalter können Veränderungen wie der Verlust von Angehörigen, soziale Isolation oder gesundheitliche Einschränkungen die psychische Stabilität erheblich beeinträchtigen. Eine unzureichende seelische Gesundheit kann zu Depressionen, Ängsten und anderen psychischen Erkrankungen führen, die wiederum die körperliche Gesundheit negativ beeinflussen können.

Die Arbeitsgruppe (AG) „Alter“ beschäftigte sich mit den Themen Isolation/Einsamkeit/Teilhabe, Seelische Gesundheit pflegender Angehöriger und digitaler (Gesundheits-)Kompetenz im Alter.

Die Federführung für den Themenbereich der späten Lebensphase hat ein Tandem aus einer Vertretung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen und des Paritätischen NRW als Mitglied der Landesgesundheitskonferenz (LGK)/Lenkungsgruppe der Landesinitiative Gesundheitsförderung und Prävention (LGP) übernommen. Personen aus folgenden Institutionen waren als ständige Mitglieder in der AG Alter vertreten: Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (Fachbereich II: Heilpädagogik und Pflege), Gesetzliche Krankenversicherungen, Hochschule für Gesundheit, Kuratorium Deutsche Altershilfe, Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege, Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen, Landessportbund Nordrhein-Westfalen, Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros Nordrhein-Westfalen, Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen, Ruhr-Universität Bochum, Sozialverband VdK, Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, Stadt Bocholt, Universität Siegen, Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Die Ergebnisse und Dokumentationen der verschiedenen Aktivitäten der AG Alter sind veröffentlicht worden. Nähere Informationen finden Sie in der folgenden Übersicht und auf einem Übersichtsposter:

Poster der AG Alter

Als Arbeitsgrundlage der AG wurde zunächst eine Bestandsaufnahme existierender Maßnahmen, Projekte und Programme, die vorwiegend dem nordrhein-westfälischen Gesundheitswesen zuzuordnen sind, durchgeführt. Der Fokus lag dabei auf Projekten, die sich mit den Themen Isolation und Teilhabe sowie pflegende Angehörige befassen.
Darauf aufbauend wurde ein wissenschaftliches Impulspapier verfasst, dessen Ziel es war, die gesundheitsförderliche Lage und Ansätze für Prävention und prioritäre Handlungsbedarfe in der Gesundheitsförderung darzustellen und einzuschätzen.
Zudem wurde eine Onlinebefragung von kommunalen Akteuren in NRW zum Thema "Seelische Gesundheit im Alter" durchgeführt.
Zu den Schwerpunktthemen "Pflegende Angehörige", "Isolation, Einsamkeit und Soziale Teilhabe" und "Digitale (Gesundheits-)Kompetenz" wurden Handlungsempfehlungen für die Praxis erarbeitet, aus denen Maßnahmen und Vereinbarungen abgeleitet werden konnten. Die Empfehlungen richten sich insbesondere an die gesundheits- und sozialpolitisch Verantwortlichen in Kommunen und Kreisen, die sich mit der seelischen Gesundheit älterer Bürgerinnen und Bürger befassen und dafür Maßnahmen bündeln, entwickeln und umsetzen möchten.

Impulspapier zur Diskussion über Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter
Befragungsergebnisse zum Thema "Seelische Gesundheit im Alter"
Handlungsempfehlungen zum Aufbau und zur Förderung von Hilfestrukturen in den Kreisen und Kommunen des Landes NRW für die Lebensphase Alter 

Im Rahmen der Landesinitiative Gesundheitsförderung und Prävention NRW lud die AG Alter regelmäßig zu kurzweiligen Online-Veranstaltungen ein. In Impulsvorträgen wurden verschiedene Themen von Expertinnen und Experten vorgestellt und anschließend von den Teilnehmenden diskutiert. Das Format förderte den Austausch und die Diskussion zu den Schwerpunktthemen und unterstützte die Vernetzung von Forschung und Praxis.

Angesprochen waren Akteurinnen und Akteure aus den Kommunen, aus Institutionen, Organisationen und Einrichtungen, die mit älteren Menschen, pflegebedürftigen Personen oder pflegenden Angehörigen arbeiteten bzw. in Kontakt standen und sich für ein gesundes und selbstbestimmtes Altern engagierten.

Im Rahmen des Arbeitsschwerpunkts seelische Gesundheit pflegender Angehöriger fand am 20.09.2023 ein Online-Vortrag statt. Ziel der Veranstaltung war es, die seelische Gesundheit pflegender Angehöriger aus verschiedenen Perspektiven vorzustellen und zu diskutieren sowie im Gespräch mit pflegenden Angehörigen und im Austausch mit Akteurinnen und Akteuren aus der Praxis Handlungsbedarfe zu benennen und mögliche Handlungsansätze zu beschreiben.

Materialien

Programm

Zusammenfassung der Veranstaltung

Empowerment, Motivation, Entlastung, Selbsthilfe: Wie kann die Resilienz von pflegenden Angehörigen gestärkt werden?
Ramona Waterkotte, Pflegekosmos
Prof. Dr. Gabriele Röhrig-Herzog, Europäische Fachhochschule Rhein/Erft
Kurzzusammenfassung | Präsentation

Im Gespräch mit der Praxis: Pflegeselbsthilfe im Fokus
Noémie Monteils, Kuratorium Deutsche Altershilfe, Fach- und Koordinierungsstelle der Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz für das Landesnetz Pflegeselbsthilfe NRW
Tina Stahlschmidt, Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Märkischer Kreis
Kurzzusammenfassung | Präsentation

Am 16. November 2023 fand im Rahmen des Arbeitsschwerpunkts seelische Gesundheit pflegender Angehöriger der Online-Vortrag "Seelisch gesund und in der nächsten Krise? Resilienz im Alter" statt. Mittels verschiedener Impulsvorträge wurde das Resilienzerleben älterer Menschen vorgestellt. Außerdem wurde in zwei Vorträgen resümiert, was konkrete Ansätze zur Resilienzförderung im Alter sein können: In diesem Zusammenhang wurde aufgezeigt, welche Bedeutung Beziehungen und Formen sozialer Unterstützung in der Resilienzförderung zukommt und was wir unter anderem aus dem Sport lernen können, um ältere Menschen in ihrer Resilienz zu stärken.

Materialien

Programm

Zusammenfassung der Veranstaltung

Queer und resilient: Wie begegnen ältere Lesben, Schwule und trans Personen kritischen Lebensereignissen?
Carolina Brauckmann, Andreas Kringe, Georg Roth & Mischa Regenbrecht, rubicon e. V., Landesfachberatung gleichgeschlechtliche und trans_idente Lebensweisen in der offenen Senior_innenarbeit in NRW
Kurzzusammenfassung | Präsentation

Bedeutung der Beziehungsarbeit und sozialen Unterstützung in der Resilienzförderung für ältere Menschen
Adelheid von Spee, Kuratorium Deutsche Altershilfe
Kurzzusammenfassung | Präsentation

Bewegt aus der Krise, gestärkt in die Zukunft! Was können wir aus dem Sport für die Resilienzförderung im Alter lernen?
Simone Gärtner, Landessportbund NRW
Kurzzusammenfassung | Präsentation

Im Rahmen des Arbeitsschwerpunkts Einsamkeit, Isolation und Teilhabe älterer Menschen fand am 18.06.2024 ein Online-Vortrag statt. Ziel der Veranstaltung war es, Einsamkeitsrisiken u. a. für die Generation der Babyboomer zu identifizieren und mögliche Ansatzpunkte für die Einsamkeitsprävention und Förderung der sozialen Teilhabe bei älteren Menschen vorzustellen und zu diskutieren.

Mit diesem Format beteiligte sich die AG Seelische Gesundheit im Alter der LGP NRW an der bundesweiten Aktionswoche "Gemeinsam aus der Einsamkeit".

Materialien

Programm

Zusammenfassung der Veranstaltung

Einsamkeit der Babyboomer – Phänomen und Maßnahmen
Ursula Woltering, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros NRW
Abstract | Präsentation

Aktuelles Wissen zur Bedeutung von Einsamkeit im Alter
Prof. Dr. Tanja Segmüller, Hochschule für Gesundheit
Präsentation

Im Rahmen der Landesinitiative Gesundheitsförderung und Prävention NRW lud die AG Alter am 26. November 2024 zu einer Online-Veranstaltung ein. Mittels eines moderierten Gesprächs sowie zwei Impulsvorträgen wurde zum einen ein Einblick in das Einsamkeitserleben von älteren Menschen gegeben sowie Projekte und Maßnahmen beleuchtet, die der Einsamkeit entgegenwirken können. Zudem gab es für die Teilnehmenden die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch.

Materialien

Programm

Zusammenfassung der Veranstaltung

Einsamkeit und Wohnen: gemeinschaftliche Wohnformen für das Alter, Christian Heerdt, KDA

Initialisierung und Stärkung von selbstorganisierten Nachbarschaftsnetzwerken- ZWAR Netzwerke im Quartier, als wirksames Instrument, um Vereinsamung und Isolation vorzubeugen
Marc Bagusch, ZWAR e. V.
Abstract | Präsentation