Hauptinhaltsbereich

Stress

Hinweis: Nachfolgender Text ist ein komprimierter Auszug. Das komplette Faktenblatt finden Sie unter "Downloads".
Risikofaktor: Stress

Stress wird gesundheitlich gefährlich, wenn er das Bewältigungsvermögen einer Person dauerhaft überfordert, also das Gleichgewicht zwischen Beanspruchung und Bewältigung stört. Das Ungleichgewicht ist meistens eine Überforderung, manchmal aber auch eine Unterforderung, wenn etwa Monotonie und Langeweile den Alltag bestimmen. Auf der Zeitachse sind akuter und chronischer Stress zu unterscheiden. Als stressauslösende Situationen sind kritische Lebensereignisse von Alltagsstress zu unterscheiden. Letzterer scheint in seiner gesundheitsbeeinträchtigenden Wirkung gravierender zu sein. In der neueren Forschung findet sich keine konsistente Beziehung zwischen Fitness und der physiologischen Stressreaktivität. In der Regulation der Reaktion, also in der Rückkehr zum "Nomalzustand", finden sich dagegen konsistent positive Wirkungen.

Fazit
Das Überwiegende, was zur stressreduzierenden Wirkung von sportlich-körperlicher Aktivität behauptet wird, hat den Status einer Hypothese. Indizien sprechen dafür, dass sich Effekte erst ergeben, wenn eine Person gut trainiert ist, also über längere Zeit systematisch ihren Leistungszustand verbessert hat und hoch intensiv aktiv sein kann.

Empfehlung
Aufgrund des hypothetischen Status der meisten Aussagen sind evidenzbasierte Dosis-Empfehlungen derzeit nicht angemessen zu treffen. Wenn körperliche und sportliche Aktivitäten mit dem Ziel der Stressregulation eingesetzt werden sollen, dann erscheint es plausibel, solche Aktivitäten zu wählen, die nicht selbst zum Stressor werden (etwa Risikosportarten).