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Stürze

Hinweis: Nachfolgender Text ist ein komprimierter Auszug. Das komplette Faktenblatt finden Sie unter "Downloads".
Das Sturzrisiko nimmt im Alter zu

Ältere Menschen stürzen im Vergleich zu Jüngeren häufiger und verletzen sich dabei. Die Häufigkeit der Stürze im Alter hat eine ihrer Ursachen in einer nachlassenden Kraftfähigkeit der Beinmuskulatur, eine andere in altersbedingten Gleichgewichtsstörungen. Es sollten also Kraft, Reaktion und Gleichgewicht trainiert werden, um die Muskulatur zu erhalten und das Gleichgewicht zu stabilisieren. Allgemeine Aktivitätssteigerungen wie Gehen oder Walken sind eher unwirksam zur Minderung des Sturzrisikos. Gleichgewichtsaufgaben mit hohen Anforderungen und auf variierenden Unterstützungsflächen, bei denen Bewegungen stark kontrolliert werden müssen, scheinen dagegen gut geeignet. In Alten- und Pflegeheimen sollten organisationale Maßnahmen (zum Beispiel Warneinrichtungen) und Trainingsinterventionen verknüpft werden, um das Sturzrisiko zu senken.

Fazit
Stürze sind die Folge eines komplexen Zusammenspiels von mehreren Faktoren, unter denen die nachlassende Muskelmasse und -kraft und der Verlust an Koordinationsvermögen neben Ängsten die auffälligsten Verursacher sind. Stürze lassen sich in ihrer Zahl reduzieren. Zum einen, indem die Risiken auf der Umweltseite beseitigt werden (zum Beispiel gut ausgeleuchtete Räume, markierte Schwellen, rutschfeste Teppichunterlagen). Sie lassen sich aber auch durch gezielte Aktivität reduzieren, die mit einem hohen Umfang genau jene Schwächen adressiert, die sturzverursachend wirken: Koordinations-, Reaktions- und Gleichgewichtsvermögen. Allgemeine Fitnessübungen oder moderates Ausdauertraining erhöhen zwar die Fitness auch bei Älteren, verringern aber die Sturzhäufigkeit nicht.

Empfehlung
Um das Sturzrisiko zu reduzieren sollten körperliche Übungen koordinative Forderungen an die Gleichgewichts-, Reaktions-, Orientierungs- und die Kombinationsfähigkeit stellen. Tai-Chi oder Tai-Chi-ähnliche Übungen sind hierfür gut geeignet. Gezielte Interventionsprogramme sollten mindestens fünf Wochen, besser noch länger dauern.