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Prävention und Gesundheitsförderung für Arbeitslose

Die erhöhte Morbidität und Mortalität von arbeitslosen gegenüber erwerbstätigen Personen belegt den Handlungsbedarf, die gesundheitlichen Chancen von Arbeitslosen zu verbessern und dadurch eine Wiedereingliederung in das Erwerbsleben zu fördern. Denn die gesundheitlichen Einschränkungen stellen am Arbeitsmarkt ein relevantes Vermittlungshemmnis bei der Wiedereingliederung dar (Hollederer 2008).

Zielgruppe

Die Zielgruppe der Arbeitslosen ist sehr heterogen. Daher sind Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung für arbeitslose Frauen und Männer effektiver, je differenzierter sie den Bedarfen angepasst sind und genau die Personengruppen fokussieren, die einen besonderen Unterstützungsbedarf haben. Eine für alle Arbeitslosen geltende Präventionsstrategie ist nicht möglich. So lassen sich beispielsweise Strategien für Menschen, die nur kurze Zeit arbeitslos sind, nicht einfach auf Langzeitarbeitslose übertragen.

Die Differenzierung kann zum Beispiel nach folgenden Kriterien erfolgen:

  • Dauer der Arbeitslosigkeit,
  • Geschlecht,
  • Migrationshintergrund,
  • Alter (insbesondere ältere und jugendliche Arbeitslose),
  • (ehemaliger) Berufsstatus beziehungsweise Qualifikationsniveau,
  • alleinerziehende Arbeitslose.

Prävention und Gesundheitsförderung sollten nicht ausschließlich auf die offiziell erfassten arbeitslosen Personen zielen, sondern alle Empfängerinnen und Empfänger von Transferleistungen und Sozialgeld sowie prekär Beschäftigte, die entweder unmittelbar von Arbeitslosigkeit bedroht sind oder schon Arbeitslosigkeitsphasen erlebt haben, umfassen (Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen 2011).

Die Forschung liefert allerdings keine eindeutigen Hinweise darauf, welche Gruppenkonstellation sich für präventive und gesundheitsförderliche Maßnahmen mit Arbeitslosen anbietet. Befragungen von Arbeitslosen geben den Hinweis, dass diese nicht unbedingt "unter sich" sein wollen. Dabei bestehen die nicht unbegründeten Befürchtungen, dass eine Fixierung auf und Gespräche um das Thema Arbeitslosigkeit erfolgen.

Vorteile, die gemischte Gruppen bieten, sind:

  • eine bessere Grundstimmung,
  • ein größeres Spektrum an Gesprächsthemen (neben Erwerbslosigkeit),
  • ein besserer Erfahrungsaustausch durch mehr beziehungsweise andere Perspektiven und Sichtweisen und
  • Kontakte zu Berufstätigen als potenzielle "Kontakte ins Berufsleben" (Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen 2011).

Jedoch ist diese Konstellation nicht für Arbeitslose geeignet, die sich - insbesondere im Umgang mit Erwerbstätigen - stigmatisiert und somit in der Gruppe unwohl fühlen. Umgekehrt besteht auch bei Angeboten ausschließlich für Arbeitslose die Gefahr der Stigmatisierung. Für beide Gruppenkonstellationen gilt: die Schaffung neuer Kontaktmöglichkeiten und die Erweiterung des sozialen Netzwerks sollten mitgedacht werden.

Verhaltensebene

Im Präventionsbericht 2013 des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen wurde erstmals die Zielgruppe der Arbeitslosen erfasst. Für das Berichtsjahr 2012 wendeten sich insgesamt 4 % der Setting-Angebote der Krankenkassen an arbeitslose Frauen und Männer (Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. 2013). Bisher werden verhaltensorientierte Angebote der Prävention und Gesundheitsförderung von Arbeitslosen unterdurchschnittlich in Anspruch genommen, wobei Männer gegenüber Frauen deutlich unterrepräsentiert sind. Ein Grund für die geringe Inanspruchnahme der bereits existierenden Angebote der Prävention und Gesundheitsförderung sind die begrenzten finanziellen Möglichkeiten der arbeitslosen Personen. Auch wurde festgestellt, dass Arbeitslose an präventiven und gesundheitsförderlichen Maßnahmen ein geringeres Interesse haben als Erwerbstätige (Hollederer 2008; Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen 2011). Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass arbeitslose Personen vor großen Herausforderungen stehen und sich primär um lebensnotwendige Dinge bemühen. Es konnte auch beobachtet werden, dass gegenüber Aktivitäten, die Spaß machen und für Wohlbefinden sorgen, ein schlechtes Gewissen empfunden wird ("Die Arbeitssuche sollte im Vordergrund stehen."). Bei genauerer Betrachtung der Teilnehmenden der Maßnahmen fällt auf, dass sie über relativ gute Gesundheitsressourcen verfügen und geringe Gesundheitsprobleme haben. Sie stellen daher keine repräsentative Grundgesamtheit der Arbeitslosen dar (Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen 2007).

Im Rahmen von verhaltensorientierten Interventionen, die in der Regel zeitlich begrenzt sind und auf der individuellen Ebene ansetzen, ist es sehr schwierig, über Jahre verfestigte Lebensgewohnheiten und Probleme innerhalb eines kurzen Zeitraums zu verändern. Vor dieser Schwierigkeit stehen - unabhängig von der Situation der Arbeitslosigkeit - alle Menschen. Jedoch fällt es insbesondere Langzeitarbeitslosen besonders schwer, die sich zum Teil resigniert mit ihrer Situation abgefunden haben. Auch konnten Metaanalysen belegen, dass die positiven Effekte verhaltensorientierter Maßnahmen während und direkt nach der Intervention auftreten, sich jedoch im Zeitverlauf abflachen (Mühlpfordt 2014). Ein langfristiger Erfolg ist nur dann möglich, wenn Verhaltensänderungen dauerhaft im Alltag der Arbeitslosen Eingang finden. Insbesondere Menschen mit einem niedrigen Bildungsniveau und in sehr begrenzten und beengten Lebenslagen fällt dies sehr schwer (Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen 2007).

Verhältnisebene

Neben den Ansätzen auf Verhaltensebene können Maßnahmen auf die gesundheitsförderliche Umgestaltung der Verhältnisse, also der Lebenswelten, abzielen. Die verhältnisorientierte Prävention und Gesundheitsförderung im Setting gestaltet sich jedoch schwierig, da sich Arbeitslose aufgrund ihrer Lebenssituation nicht in einem klassischen Setting wie zum Beispiel im Betrieb bewegen. Somit steht ein bewährter Zugangsweg der Prävention und Gesundheitsförderung nicht zur Verfügung. Ein mögliches Setting - um der erschwerten Erreichbarkeit der Zielgruppe zu begegnen - sind die Qualifizierungs- und Beschäftigungsträger sowie die Träger der Arbeitslosenhilfe (dies trifft insbesondere auf freie Träger zu) oder Arbeitslosenzentren (Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen 2007). Angebote und Veränderungen in den Lebenswelten sind insbesondere für Menschen mit vielfachen sozialen Belastungen von großer Relevanz. Im Setting sollen Rahmenbedingungen entstehen, die eine gesunde Lebensweise im Alltag unterstützen. Dabei ist die große Herausforderung die Verknüpfung der alltäglichen Orte mit den Institutionen der Beschäftigungsförderung.

Schwierigkeiten und Herausforderungen in der Erreichbarkeit der Zielgruppe machen deutlich, dass der Bedarf nach spezifischen und zielgruppenadäquaten Angeboten hoch ist.

Herausforderungen bei der Konzeption und Umsetzung von Strategien

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen hat in seinem Gutachten von 2007, "Kooperation und Verantwortung - Voraussetzungen einer zielorientierten Gesundheitsversorgung", fünf zentrale Herausforderungen und Probleme bei der Konzeption und Umsetzung von Strategien zur Prävention der Gesundheitsfolgen von Arbeitslosigkeit formuliert:

  1. Eine Enge Verzahnung von Maßnahmen der Gesundheits- mit denen der Arbeitsförderung ist notwendig. Damit werden die Ziele der Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit und der Vermeidung von Krankheit sowie der Stärkung der individuellen und kollektiven Gesundheitsressourcen verfolgt.
  2. Die Verknüpfung von Präventionsmaßnahmen mit diagnostischen, therapeutischen und rehabilitativen Maßnahmen, in Kooperation mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, muss angestrebt werden.
  3. Arbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen sind keine homogene Zielgruppe. Daher ist eine Differenzierung hinsichtlich zielgruppenspezifischer Ansätze von Präventionsstrategien notwendig. Eine allgemeingültige Präventionsstrategie kann nicht angewendet werden. 
  4. Die Datenlage und die Datenerhebung sind lückenhaft und an einer Evaluation von Programmen zur Prävention und Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen mangelt es.
  5. Schlechte Erreichbarkeit von Arbeitslosen und mangelnde Annahme und Akzeptanz von Präventionsprogrammen durch die Arbeitslosen stellen weitere Herausforderungen dar (Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen 2007).

Handlungsmöglichkeiten und Empfehlungen bei der Konzeption und Umsetzung von Strategien

Um die Gesundheit von Arbeitslosen nachhaltig zu fördern sind Interventionen und Veränderungen auf individueller, sozialer, gesellschaftlicher und politischer Ebene notwendig.

Ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten in einer gesundheitsfördernden Umgebung sind ein zentrales Instrument für die Prävention und Gesundheitsförderung von Arbeitslosen. Die berufliche Wiedereingliederung ist die nachhaltigste Präventionsmaßnahme und löst die gesundheitlichen Probleme von Arbeitslosen am effektivsten. Der Wechsel in ein Arbeitsverhältnis ist verbunden mit der Besserung der gesundheitlichen Situation, vorausgesetzt es liegen sichere Arbeitsbedingungen vor. So führt beispielsweise der Wechsel aus einem sicheren Arbeits- in ein prekäres Beschäftigungsverhältnis, welches ebenfalls eine besondere Belastungssituation darstellt, dazu, dass sich der gesundheitsförderliche Effekt von Erwerbsarbeit minimiert.

Allerdings sind die Schaffung von Arbeitsplätzen und ein veränderter gesellschaftlicher Umgang mit Arbeitslosigkeit (Stigmatisierung, negative Bewertung von Arbeitslosigkeit) nicht mit einer auf Prävention und Gesundheitsförderung zielenden Strategie zu erreichen. Die Ursachen von Arbeitslosigkeit lassen sich in der Regel nicht beeinflussen. Es kann jedoch kompensatorisch auf die mittelbaren Folgen hingewirkt werden (Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen 2007).

Von den fünf vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen formulierten Herausforderungen können fünf Handlungsempfehlungen abgeleitet werden:

  1. Da die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Arbeitslosigkeit sehr komplex sind, sind sie nur durch eine Kooperation von verschiedenen Akteurinnen und Akteuren erfolgreich zu bewältigen. So sind zum Beispiel Jobcenter, Krankenkassen, Kommunen, Arbeits- und Beschäftigungsträger, Beratungsstellen, Wohlfahrtsverbände, freie Träger, aber auch Betroffenen- oder Selbsthilfeinitiativen für den Erfolg gesundheitsfördernder Maßnahmen wichtig. Auch lassen sich über Kooperationen Ressourcen bündeln. Ein Element der Kooperation ist, die Gesundheits- und Arbeitsförderung miteinander zu verzahnen. Dazu zählt unter anderem auch, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter und der Beschäftigungs- und Beratungsträger für präventive und gesundheitsförderliche Themen zu sensibilisieren und zu qualifizieren. Frühzeitige Intervention zu Beginn der Arbeitslosigkeit soll die Verfestigung und Verstärkung des problematischen Gesundheitsverhaltens verhindern. Die Verschlechterung des Gesundheitszustands schreitet im ersten Jahr der Arbeitslosigkeit schnell voran und erreicht bereits im neunten Monat den Höhepunkt. Dementsprechend sollten Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung unmittelbar nach dem Eintritt in die Arbeitslosigkeit erfolgen (Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen 2011). Dazu sind eine Steigerung der Gesundheitsressourcen, die Förderung der Selbstachtung und die Motivation zu einem gesundheitsbewussten Verhalten notwendig. Der Aufbau sozialer Netze soll vorangetrieben werden, so dass diese in ihrer Unterstützungsfunktion wahrgenommen werden (Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen 2007). Zwei Modellprojekte, in denen eine enge Verzahnung der Maßnahmen der Gesundheits- mit denen der Arbeitsförderung angestrebt wird, sind  unter "Modellprojekte" dargestellt.
  2. Eine zentrale Rolle spielt das Fallmanagement als Instrument der Arbeitsmarktintegration: Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung werden gemeinsam mit Maßnahmen der Arbeitsförderung sowie mit diagnostischen, therapeutischen und rehabilitativen Maßnahmen gut aufeinander abgestimmt.
  3. Wie bereits dargestellt sind die Bedarfslagen innerhalb der Zielgruppe je nach sozialer Situation, Alter, Geschlecht, Qualifikationsniveau, Dauer der Arbeitslosigkeit und weiteren Aspekten unterschiedlich. Daher ist es notwendig, Schwerpunkte und lokal besonders belastete Zielgruppen zu identifizieren und die geplante Maßnahme darauf abzustimmen. Diese Konstellation bietet auch den Vorteil, dass die an der Maßnahme Teilnehmenden gemeinsame Interessen haben. Auch können Maßnahmen gezielt an (noch) gesunde Risikogruppen, zum Beispiel direkt nach Eintritt in die Arbeitslosigkeit, gerichtet werden, um physischen und psychischen Erkrankungen vorzubeugen. Um individuellen Bedarfen zu begegnen und gerecht zu werden, setzt dies neben der Kenntnis der gesundheitlichen Problemlagen auch strukturelle Veränderungen voraus. Diese betreffen unter anderem Fragen der Kostenzuständigkeit für psychosoziale Leistungen, die zur Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung von Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitslosen häufig benötigt werden. Zu diesen Leistungen gehören zum Beispiel Maßnahmen zum Abbau sozialer Ängste und Unsicherheiten sowie Maßnahmen zum Abbau depressiver Befindlichkeit, da diese Maßnahmen zwischen Präventionsmaßnahmen nach § 20 SGB V und Rehabilitationsangeboten angesiedelt sind und bisher nicht gedeckt werden.
  4. Intensivierte Forschung und Evaluation sind notwendig, um die bestehenden Datenlücken zu füllen.
  5. Die Freiwilligkeit der Teilnahme kann die Akzeptanz erhöhen. Auch Partizipationsmöglichkeiten durch inhaltliche Mitgestaltung der Gesundheitselemente unterstützen die Akzeptanz und die Motivation zu Teilnahme und Verhaltensänderung (Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen 2007). Die Optimierung der Erreichbarkeit einer Zielgruppe über ein Setting wurde einleitend unter der Überschrift "Verhältnisebene" behandelt.

Über diese Handlungsmöglichkeiten hinaus gibt es Empfehlungen, die bei der Maßnahmenplanung und -durchführung Berücksichtigung finden sollten. So ist die Partizipation der Zielgruppe bei der Planung und Durchführung einer Intervention für die Motivation und langfristige Verhaltensänderung von großer Bedeutung. In der Arbeit mit Arbeitslosen sollte eine Orientierung an den individuellen Stärken und Fähigkeiten erfolgen und die Arbeit sollte von Wertschätzung und Anerkennung geprägt sein. Um die Motivation längerfristig zu gewährleisten, aber auch die Nachhaltigkeit der Maßnahme zu erhöhen, sind Partizipation sowie die Nachvollziehbarkeit und Sinnhaftigkeit der Maßnahme von großer Bedeutung. Mitbestimmung stellt eine wichtige gesundheitsförderliche Ressource dar. Das Leben in Arbeitslosigkeit ist in vielen Bereichen von Fremdbestimmung geprägt. Daraus entsteht ein Bedürfnis nach Teilhabe und Autonomie, das gesundheitsförderliche Strategien nutzen sollten. Die Mitgestaltung von Angeboten oder auch des Lebensumfeldes ermöglicht Arbeitslosen, sich als aktiv, verantwortungsbewusst und entscheidungsfähig zu erleben. Sie können Erfahrungen und Kompetenzen, über die sie aus ihrem Berufs- und Alltagsleben verfügen, einbringen. Partizipation ermöglicht Teilhabe, Engagement und auch die Entwicklung neuer Perspektiven. Je früher Partizipation - auch bereits bei drohender Arbeitslosigkeit - einsetzt, desto größer ist ihre Wirkung und Nachhaltigkeit.

Ebenso ist die Niedrigschwelligkeit von Maßnahmen für eine erfolgreiche Inanspruchnahme zu berücksichtigen. Dazu zählt beispielsweise auch, dass Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung ohne Selbstbeteiligung oder finanzielle Vorauslage von den Arbeitslosen in Anspruch genommen werden können.

Durch sozialen Rückzug und eine angespannte finanzielle Situation werden wohltuende und schöne Erlebnisse zur Seltenheit im Lebensrhythmus, mit negativen Auswirkungen auf die Stimmung. Ziele für Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung sollten daher auch immer sein:

  • angenehme Erlebnisse aufbauen,
  • wohltuende Beschäftigungen stärker wahrnehmen (Achtsamkeit schulen),
  • Einfluss auf Gefühle und Stimmungen nehmen und ein selbstfürsorgliches Verhalten fördern,
  • Spaß, Freude und Genuss durch eigenverantwortliches Handeln spüren.

Dabei sollte der Fokus nicht auf außergewöhnlichen Erlebnissen liegen - sie sollten eine schöne Ausnahme sein - sondern auf einfachen Dingen, die sonst im Alltag untergehen (Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen 2011).