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Landesinitiative Gesundheitsförderung und Prävention

Im Jahre 2005 wurde das "Landespräventionskonzept Nordrhein-Westfalen - eine Investition in Lebensqualität" von der Landesgesundheitskonferenz verabschiedet. Damit wurde eine durch die jahrelange Verzögerung im Gesetzgebungsverfahren zum Präventionsgesetz bedingte Lücke zumindest temporär geschlossen.

Mit der Entschließung "Landesinitiative "Gesundheitsförderung und Prävention - Fortschreibung des Landespräventionskonzepts" vom 22.11.2017 hat die Landesgesundheitskonferenz den bisherigen Prozess bilanziert. Gleichzeitig konnte auf das 2015 verabschiedete Präventionsgesetz Bezug genommen und wichtige strukturelle Schlussfolgerungen gezogen werden. Zentrale Zielsetzungen und Akzente der Entschließung sind:

  • Eine effektive integrative Arbeitsstruktur, die die Umsetzung des Präventionsgesetzes (PrävG) in NRW berücksichtigt und Synergien sowie ein sinnvolles Nebeneinander und Miteinander beider Programmatiken ermöglicht,
  • eine politikfeldübergreifende Ausrichtung und Zusammenarbeit von Akteuren im Sinne von "Health in all policies",
  • erhöhte Effektivität durch inhaltliche Priorisierung und Projektorientierung mit zeitlicher Befristung und definierter Zielsetzung,
  • verstärkte Orientierung auf den kommunalen Raum, unter besonderer Nutzung der hier gegebenen lebenswelt- und lebensphasenübergreifenden Handlungsmöglichkeiten sowie
  • eine partizipative Ausrichtung unter Beteiligung einer breiten Fachöffentlichkeit und engagierter Bürgerinnen und Bürger.

Die Landesinitiative "Gesundheitsförderung und Prävention" sieht eine Auseinandersetzung insbesondere mit folgenden Thematiken vor:

  • Gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen schaffen und auf Dauer sicherstellen, um z. B.
  • gesunde Ernährung zu fördern,
  • für ausreichende Bewegung zu sorgen,
  • psychische Gesundheit zu unterstützen,
  • missbräuchlichen Konsum zu verringern und den Einstieg in Sucht zu verhindern,
  • Unfälle zu verhindern,
  • Infektionen zu vermeiden,
  • Impfungen zu fördern.

Orientiert an aktuellen gesundheitspolitischen Diskussionen findet zudem eine thematische Schwerpunktsetzung innerhalb der Landesinitiative statt. Für die Jahre 2020 bis 2022 ist das Schwerpunktthema "seelische Gesundheit" beschlossen worden.
Mit dem Aufbau und der Steuerung der Landesinitiative "Gesundheitsförderung und Prävention" wurde eine Lenkungsgruppe unter Vorsitz des für Gesundheit zuständigen Ministeriums beauftragt. Der Lenkungsgruppe obliegen vorrangig Aufgaben wie die Entwicklung von Leitlinien und Qualitätsstandards für Maßnahmen im Rahmen der Landesinitiative, Vernetzung und Koordination von gesundheitspolitischen Instanzen und Akteursgruppen sowie Informationsvermittlung und Gewährleistung von Transparenz der Landesinitiative durch Öffentlichkeitsarbeit.

Des Weiteren wurden drei Unterarbeitsgruppen zu den Lebensphasen "Aufwachsen", "Lebensmitte" und "Altern" (eingerichtet. Die lebensphasenbezogenen Arbeitsgruppen haben ihre Arbeit im Jahre 2020 aufgenommen. Darüber hinaus hat sich eine Initiativgruppe gegründet, die sich mit der Thematik "Stadtentwicklung und seelische Gesundheit" beschäftigt.

Ausführliche Informationen zu den Aktivitäten der Arbeitsgruppen sowie Grundlegendes zur Landesinitiative finden Sie auf der Webseite der Landesinitiative Gesundheitsförderung & Prävention Nordrhein-Westfalen.

https://www.lgp.nrw/