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Landesinitiative "Starke Seelen"

Die komplexen Anforderungen an Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft und die vielfältigen Ursachen psychischer Störungen erfordern einen ganzheitlichen Ansatz in Prävention und Gesundheitsförderung. Im Sinne der Verhaltens- und Verhältnisprävention muss dieser Ansatz sowohl individuelle als auch strukturelle Maßnahmen umfassen und sich eng an der jeweiligen Lebensphase und -situation orientieren. Maßnahmen zur Sicherstellung eines intakten Lebensumfeldes verbunden mit der Vermittlung eines gesundheitsförderlichen Lebensstils sind umso wirksamer, je früher sie ansetzen. Hierbei kommt den Eltern und anderen nahen Bezugspersonen eine Schlüsselrolle zu.

Ziel der Landesinitiative ist der Erhalt und die Verbesserung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Dies soll zunächst durch Maßnahmen in der Prävention realisiert werden. Hierzu müssen gezielt Schutzfaktoren verstärkt und Risikofaktoren reduziert werden. Die Landesinitiative will dabei evidenzbasierten Präventionsprogramme verbreiten beziehungsweise bei Bedarf auch entwickeln und zur Umsetzung anbieten, die nachweislich geeignet sind, Risikofaktoren günstig zu beeinflussen beziehungsweise Schutzfaktoren zu stärken. Im besonderen Fokus der Landesinitiative stehen solche Maßnahmen, die die nachhaltige Verbesserung des Ineinandergreifens von kommunalen Präventions- und Hilfestrukturen sowohl zu einem bestimmten Bedarfszeitpunkt als auch im Zeitverlauf zum Ziel haben (Präventionsketten).

Projekte zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, die den inhaltlichen und methodischen Anforderungen der Landesinitiative entsprechen, werden in die Projekt-Datenbank NRW als Beispiele guter Praxis aufgenommen und können auch finanziell gefördert werden.