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Im Stadtteil

Das Setting Stadtteil ist ein sehr weit gefasster Rahmen, der in Interventionen zunächst zusätzlich einer thematischen Eingrenzung bedarf (zum Beispiel Erholungsmöglichkeiten im Stadtteil X). Oft sind Projekte und Ansätze der Gesundheitsförderung und Prävention in die Stadtteilentwicklung beziehungsweise in kommunale Gesamtstrategien eingebettet.

Durch die sozialräumliche Eingrenzung des Settings finden sich im Stadtteil tendenziell alle denkbaren Zielgruppen wieder. Beteiligt sein können neben dem Gebiets-/Quartiersmanagement auch Akteure der Gemeinwesenarbeit, des Kommunalen Gesundheitsförderungsmanagements und des Sozialraummanagements.

Wie kann dies in der Praxis aussehen?
Stellen Sie sich vor, Sie möchten die Bewohnerinnen und Bewohner eines Stadtteils zu mehr Bewegung anregen, indem Sie das unmittelbare Wohnumfeld bewegungsförderlich gestalten. Doch wo beginnen? An dieser Stelle kann eine strukturierte Erhebung der örtlichen Begebenheiten, zum Beispiel in Form von Erreichbarkeit von Park- und Grünflächen oder auch des nächsten Supermarkts, hilfreich sein. Eine gute Grundlage bietet der Neighborhood Environment Walkability Survey. Alternativ bietet auch der kompakte Fragenteil aus der EUPASS/Eurobarometer-Studie Informationen aus der Sicht der Anwohnerinnen und Anwohner dazu. Speziell für den europäischen Raum wurde der ALPHA environmental questionaire entwickelt. Dieser Fragebogen eignet sich für die Bestimmung der Bewegungsfreundlichkeit der Wohnumgebung.