Hauptinhaltsbereich

Evaluation in der Praxis

So vielfältig die Themen in der Gesundheitsförderung und Prävention sind, so verschieden sind die (Lebens-)Bereiche und Personen, die erreicht werden sollen. In der Gesundheitsförderung wird überwiegend in Settings gedacht und gearbeitet und es werden in der Regel bestimmte Zielgruppen angesprochen. Die möglichen Settings und Zielgruppen können hier nicht erschöpfend dargestellt werden. Es werden Beispiele herausgegriffen, die als Veranschaulichung dienen, welche Aspekte in der Evaluation berücksichtigt werden sollten.

Evaluation im Setting

Gesundheitsförderung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie meist im Setting stattfindet. Der Begriff "Setting" bezeichnet ein überschaubares sozialräumliches System (wie zum Beispiel Kindergarten, Schule, Stadtteil, Betrieb), in dem Menschen ihren Alltagsaktivitäten nachgehen. Settingorientierte Interventionen basieren auf dem Grundgedanken, dass Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebensbereichen der Menschen direkt angesiedelt werden muss. Die Angebote und Maßnahmen müssen die strukturellen Bedingungen des Settings und die Lebensumstände der betreffenden Personengruppen berücksichtigen. Dies stellt vor allem die Ergebnisevaluation vor besondere Herausforderungen, weil es das Ziel der Gesundheitsförderung ist, komplexe Prozesse in Gang zu setzen und die Determinanten der Gesundheit zu beeinflussen. Für die Evaluation bedeutet dies, genau festzulegen, welche Effekte zu erwarten sind und hierbei nicht nur die gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen in den Blick zu nehmen, sondern auch zum Beispiel strukturelle Veränderungen in dem Setting.

Der Settingansatz ist eine Kernstrategie der Gesundheitsförderung. Er wurde in den späten 1980er Jahren von der Weltgesundheitsorganisation entwickelt und gilt als Instrument zur Umsetzung der "Ottawa Charter for Health Promotion" in die Praxis.

Kindertagesstätte
Grundschule
Sekundarstufe
Im Stadtteil

Evaluation von Maßnahmen für spezifische Zielgruppen

Maßnahmen, die sich unspezifisch an die Gesamtbevölkerung richten, sind in der Regel wenig effektiv. Deshalb ist es ein Standard der Gesundheitsförderung, zielgruppenorientiert zu arbeiten. Die Zielgruppen werden anhand meist mehrerer Merkmale differenziert. Nur so können Ressourcen gezielt und erfolgversprechend eingesetzt werden. Unterscheidungsmerkmale können dabei zum Beispiel Geschlecht, Alter, Verhaltensgewohnheiten, regionale Merkmale, Tätigkeit, Berufe und Funktionen sein.

In den nachfolgenden Abschnitten werden Evaluationsansätze für verschiedene Altersgruppen aufgezeigt.

Bei Kindern
In der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Bei Erwachsenen
Bei Älteren