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Sekundarstufe

Ebenso wie in den Grundschulen werden auch im Setting Sekundarschule alle Kinder ab einem Alter von 10 Jahren erreicht. Sollen vorrangig sozial benachteiligte Kinder erreicht werden, ist es sinnvoll, sich auf einen bestimmten Schultyp (zum Beispiel Haupt-/Realschule) und/oder einen bestimmten Standort der Schule (zum Beispiel in einem benachteiligten Stadtteil) zu konzentrieren.

An den Gesundheitsförderungsmaßnahmen in der Sekundarschule können abhängig von der jeweils spezifischen Maßnahme die Schulleitung, die Lehrer und Lehrerinnen, die Kinder und die Eltern, aber auch zum Beispiel das soziale Umfeld der Schule beteiligt werden. Aber auch übergeordnete Institutionen wie Schulämter, das Bildungsministerium und Interessenverbände können eine Rolle spielen.

Folgende allgemeine Anforderungen bestehen für Evaluationsvorhaben:

  • Alle Erhebungsinstrumente müssen praktikabel und verständlich sein. Dazu muss der zeitliche Aufwand überschaubar sein.
  • Glaubwürdigkeit und die erfolgreiche Durchführung von Erhebungen hängen von der Akzeptanz und dem Verständnis dafür bei den Zielgruppen ab. Die Zusicherung eines vertrauensvollen Umgangs mit den Daten und Transparenz bei Erhebung und den Ergebnissen sind wichtig, um dies zu erreichen.

Stehen Ergebnisse bei der Gruppe der Kinder im Mittelpunkt der Evaluation, gilt es weitere Punkte zu beachten:

  • Für jegliche Messung/Erhebung bei den Kindern ist stets die Einverständniserklärung der Eltern einzuholen.
  • Fragebogenerhebungen und auch Interviews sind bei Kindern ab 10 Jahre möglich, müssen aber speziell auf deren Fähigkeiten angepasst werden.
  • Erhebungen können ähnlich wie bei Kindern unter 10 Jahre durchgeführt werden, indem zum Beispiel Lehrkräfte und dem Kind nahestehende (erwachsene) Familienmitglieder befragt werden oder indem Beobachtungen der Kinder systematisch festgehalten oder in Form eines Tests dokumentiert werden.

Wie kann dies in der Praxis aussehen?
Beispiel Frühstücken in der Delmestraße: Wie wirkt sich die Einführung eines Schulfrühstücks auf sozial benachteiligte Jugendliche aus? Haben kompetenzfördernde Maßnahmen unterschiedliche Effekte bei Schülerinnen und Schülern von Hauptschulen und Gymnasien? Um solche Fragen zu beantworten, wurden verschiedene Fragebögen entwickelt, die sich an Schülerinnen und Schüler wenden.

Frühstücken in der Delmestraße - Fragebogen für Teilnehmende (Langfassung)
Frühstücken in der Delmestraße - Fragebogen für Teilnehmende (Kurzfassung)

Kompetenzen fördern - Risikoverhalten verringern? Das Präventionsprogramm „Erwachsen werden“ der Organisation Lions Quest fördert allgemeine Handlungskompetenzen (life skills) von Schülerinnen und Schülern. Die Universität Bielefeld hat für die Erfolgsmessung des Programms Fragebögen für Kinder und Jugendliche konzipiert und diese an Hauptschulen und Gymnasien zum Einsatz gebracht.

Im Methodenkoffer finden sich unter Sekundarschule eine Reihe von Fragebögen zum Thema Evaluation von Bewegung, die bei Jugendlichen der Sekundarstufe eingesetzt werden können.

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