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Modellprojekte in Nordrhein-Westfalen

Die "Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Nordrhein-Westfalen" führt zu ausgewählten Themenschwerpunkten Modellprojekte durch. Dabei stehen im Vorfeld entwickelte Arbeitshilfen, besonders relevante methodische Ansätze sowie in Konferenzen und Workshops behandelte Themen im Vordergrund. Die modellhafte Umsetzung stellt in diesem Sinn den jeweils letzten Schritt eines Entwicklungsprozesses dar - was zunächst wissenschaftlich-konzeptionell vorbereitet und im Rahmen von Workshops oder Fachgruppen praxisnah ausgearbeitet wurde, wird nun in kommunalen Kontexten erprobt. Die Modellprojekte werden im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten dokumentiert und evaluiert.

Modellprojekt "Partizipative Qualitätsentwicklung" an offenen Ganztagsschulen im Primarbereich

Im Rahmen der Kommunalen Gesundheitskonferenz (KGK) des Kreises Gütersloh wurde im Frühjahr 2009 die "Koordinationsstelle für Ernährung und Bewegung an Offenen Ganztagsschulen im Primarbereich" im Kreis Gütersloh etabliert. Diese Koordinationsstelle hat ein Modellprojekt zur "Erprobung der Partizipativen Qualitätsentwicklung" initiiert, um Zielgruppen (wie z. B. Eltern) und Kooperationspartner intensiver und systematischer an Entscheidungs- und Entwicklungsprozessen zu beteiligen und gleichberechtigt einzubinden.

Es sollten folgende Ziele erreicht werden:

  • Bedarfsermittlung an partizipativen Elementen für die Arbeit der Offenen Ganztagsschulen (OGS) im Kreis Gütersloh.
  • Implementierung einer dauerhaften partizipativen Qualitätsentwicklung unter Beteiligung aller relevanten Akteure vor Ort.
  • Unterstützung der Koordinationsstelle bei der Verbesserung der Zusammenarbeit und Partizipation.

Für die Umsetzung der Ziele und die Einhaltung des Maßnahme- und Zeitplans übernahm die Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh die Federführung. Dabei wurde sie durch die relevanten Akteurinnen und Akteuren aus der Prävention und Gesundheitsförderung in Gütersloh, durch die Universität Bielefeld (wissenschaftliche Begleitung, Frau Prof. Hornberg, Frau Roth), durch Prof. Michael Wright (konzeptionelle Beratung) sowie durch das LZG.NRW unterstützt.

Kommunale Ansprechperson:
Christel Kunz
Kreis Gütersloh
Kommunale Gesundheitskonferenz
Herzebrocker Str. 140
33324 Gütersloh
E-Mail: christel.kunz@gt-net.de

Modellprojekte zu "Gesundheitsförderung für arbeitslose Menschen" in Hagen und Duisburg

Beim Modellprojekt "Gesundheitsförderung für arbeitslose Menschen" ging es im Wesentlichen um die Vernetzung der Akteurinnen und Akteure der Arbeitsförderung und des Gesundheitssystems und um die Optimierung des Schnittstellen-Managements. Dabei wurde gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren der Gesundheits- und Arbeitsförderung der Bedarf an präventiven und gesundheitsfördernden Maßnahmen für arbeitslose Menschen in Hagen und Duisburg erörtert und das Schnittstellen-Management zwischen Arbeitsförderung und Gesundheitsförderung ausgebaut und verbessert.

Durch den Zusammenschluss der Akteurinnen und Akteure vor Ort sollten die gesundheitlichen Belastungen für arbeitslose Menschen in den beiden Städten reduziert und die Zugangswege zu Angeboten der Gesundheitsversorgung und -förderung verbessert werden, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Für die Umsetzung der Ziele und die Einhaltung des Maßnahmen- und Zeitplans übernahmen die Stadt Hagen und das Gesundheitsamt Duisburg die Federführung. Die Projektkoordination lag in Hagen beim Leiter der Geschäftsstelle der Hagener Gesundheitskonferenz und in Duisburg beim Gesundheitsamt; relevante Akteurinnen und Akteure der Arbeits- und Gesundheitsförderung wurden in das Projekt eingebunden.

Kommunale Ansprechpersonen:
Richard Matzke
Stadt Hagen
Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz
Berliner Platz 22
58089 Hagen
E-Mail: richard.matzke@stadt-hagen.de

Bettina Schumacher
Stadt Duisburg
Gesundheitsamt (53-3)
Ruhrorter Straße 195
47049 Duisburg
E-Mail: b.schumacher@stadt-duisburg.de