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Gesundheitskonferenzen

Die Versorgung von Bürgerinnen und Bürgern sicherzustellen, ihre Gesundheit zu fördern und damit Krankheiten vorzubeugen ist eine zentrale Aufgabe der Gesundheitspolitik. Wichtige Rollen spielen dabei in NRW die Landesgesundheitskonferenz und die kommunalen Gesundheitskonferenzen, die landesweit beziehungsweise lokal vor Ort Problempunkte erkennen und an Lösungsmöglichkeiten arbeiten.

Landesgesundheitskonferenz
Um die Gesundheitspolitik weiterzuentwickeln, initiierte 1991 das Gesundheitsministerium NRW die Gründung der Landesgesundheitskonferenz (LGK) und verankerte sie später im Gesetz für den öffentlichen Gesundheitsdienst NW (§ 26 ÖGDG). Die LGK berät wichtige gesundheitspolitische Themen und verabschiedet Entschließungen, in denen sich die Beteiligten zu einer entsprechenden Umsetzung verpflichten.

Schwerpunkte
Schwerpunkte der Arbeit der Landesgesundheitskonferenz sind

  • die Landesberichterstattung über die Gesundheit der Bevölkerung und
  • die Landesinitiative "Gesundes Land NRW" zu unterstützen.

Akteure
In dem einmal jährlich tagenden Gremium sind alle wichtigen Akteure des nordrhein-westfälischen Gesundheitswesens vertreten:

  • Sozialversicherungsträger,
  • Verfasste Ärzte- und Zahnärzteschaft, Apotheker,
  • Krankenhausgesellschaft,
  • Arbeitgeber und Gewerkschaften,
  • Wohlfahrtsverbände,
  • Kommunale Spitzenverbände,
  • Landschaftsverbände,
  • Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge und des Patientenschutzes,
  • Gesundheitliche Selbsthilfe.

Kommunale Gesundheitskonferenzen
Analog zur Landesgesundheitskonferenz gibt es in allen Kreisen, kreisfreien Städten und der StädteRegion Aachen in Nordrhein-Westfalen kommunale Gesundheitskonferenzen (KGK). Sie beraten Fragen der gesundheitlichen Versorgung auf örtlicher Ebene. Sie geben Empfehlungen, vereinbaren Lösungsvorschläge und setzen diese um. Mit Stellungnahmen und Empfehlungen wirken die kommunalen Gesundheitskonferenzen auch an der Gesundheitsberichterstattung mit. In den Konferenzen kommen Vertreterinnen und Vertreter aller Einrichtungen zusammen, die vor Ort bei der gesundheitlichen Versorgung mitwirken. Themen, die vor Ort behandelt werden, sind zum Beispiel Sucht, Drogen, Abhängigkeitserkrankungen, Kinder- und Jugendgesundheit, Gesundheit alter Menschen, Gesundheitsförderung, psychiatrische Versorgung oder Patientenüberleitung.

Auch die kommunalen Gesundheitskonferenzen wurden im ÖGDG verpflichtend für alle Kommunen festgeschrieben.

Das Landeszentrum Gesundheit NRW berät die unteren Gesundheitsbehörden und die Gesundheitskonferenzen, stellt Arbeits- und Planungshilfen zur Verfügung und sorgt für den Transfer von Konzepten und Programmen zwischen Landes- und kommunaler Ebene.

Letzte Änderung: 01.12.2016