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Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2011

Schwerpunkt der Ausschreibung

Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen

Hintergrund:
In Nordrhein-Westfalen ist in den letzten Jahren eine Zunahme von behandlungsbedürftigen psychischen Störungen und Verhaltensauffälligkeiten im Kindes und Jugendalter festzustellen. Empirische Befunde verweisen auf eine Verschiebung im Krankheitsspektrum von den somatischen zu den psychischen Störungen in dieser Altersgruppe.

Im ambulanten Bereich betreffen die Behandlungsfälle vor allem die Bereiche "Entwicklungs-, Verhaltens- und emotionale Störungen". Die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen wird dabei durch soziale Faktoren wie die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung und weiteren Determinanten u. a. sozioökonomischer Status, Geschlecht oder Migrationshintergrund beeinflusst. So zeigen die Ergebnisse der nordrhein-westfälischen Schuleingangsuntersuchungen 2008/2009, dass Verhaltensauffälligkeiten häufiger bei Kindern bildungsferner Familien vorliegen als bei Einschülern aus Familien mit mittlerem oder hohem Bildungsniveau. Darüber hinaus sind Mädchen häufiger von depressiven und psychosomatischen Störungen betroffen als Jungen. Umgekehrt dominieren bei Jungen aggressives Verhalten und Hyperaktivität.

Diese Befunde belegen, dass es im Kindes- und Jugendalter vulnerable Zielgruppen gibt, die einen ganz besonderen Bedarf an Gesundheitsförderung und Prävention aufweisen. Aus diesem Grund spricht sich die Landesgesundheitskonferenz Nordrhein-Westfalen mit ihrer 19. Entschließung vom Dezember 2010 dafür aus, die für eine gesunde psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit insbesondere Kindern mit erhöhten gesundheitlichen und sozialen Risiken und ihren Familien möglichst frühe, vernetzte, nachhaltige und in ihrem jeweiligen Lebensumfeld verankerte Hilfen zur Verfügung stehen.

Eine besondere Rolle kommt dabei den Lebenswelten (Settings) zu, in denen Kinder und Jugendliche sich aufhalten wie z. B. Familie, Kindertagesstätte und Schule. Hier richtet sich die Aufmerksamkeit nicht nur auf einzelne Kinder und Jugendliche, sondern auf das gesamte soziale Umfeld.

Die 19. Landesgesundheitskonferenz Nordrhein-Westfalen stellt in ihrer Entschließung drei prioritäre Handlungsfelder heraus, die geschlechterdifferenziert betrachtet werden müssen:

  1. Präventions- und Interventionsmaßnahmen müssen bereits im frühen Kindesalter ansetzen und das soziale Umfeld einbeziehen.
  2. Erhalt und die Weiterentwicklung der strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen für den bedarfsgerechten Ausbau der Beratungs- und Versorgungsangebote.
  3. Intensivierung und verbindliche Umsetzung der sektorenübergreifenden Vernetzung.

Diese Aspekte standen im besonderen Fokus der Ausschreibung um den "Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2011".

"Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2011" - Ausschreibungsbroschüre

Entschließung der 19. Landesgesundheitskonferenz am 09. Dezember 2010

Preisträger

Am 10. November 2011 hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens im nordrhein-westfälischen Landtag die stolzen und glücklichen Preisträgerinnen und Preisträger des Gesundheitspreises 2011 ausgezeichnet.

Diese hatten sich zuvor - gemeinsam mit 76 anderen Projektansätzen - mit Ihren Projekten an der diesjährigen Ausschreibung um den "Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen" und die Aufnahme in die Landesinitiative „Gesundes Land Nordrhein-Westfalen“ beteiligt.

1. Preis

Projekt: AKisiA - Auch Kinder sind Angehörige! Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern.
Projektträger: Deutscher Kinderschutzbund OV Aachen e.V.
Kontakt und weitere Informationen: Deutscher Kinderschutzbund OV Aachen e.V.
Vera Magolei
Kirberichshofer Weg 27-29
52066 Aachen
Telefon: 0241 94994-0
Email: vera.magolei@kinderschutzbund-aachen.de
Preisträgerflyer mit Detailinformationen

Projekt: Kanu - Gemeinsam weiterkommen
Projektträger: Universität Duisburg-Essen, Fakultät für Bildungswissenschaften
Kontakt und weitere Informationen: Universität Duisburg Essen
Fakultät für Bildungswissenschaften,
AG Sozialisationsforschung
Prof. Dr. Ullrich Bauer
Berliner Platz 6-8
45127 Essen
Telefon: 0201 1834956
Email: ullrich.bauer@uni-due.de
Preisträgerflyer mit Detailinformationen

2. Preis

Projekt: "Verrückt? Na und!" - Ein Modellprojekt im Rahmen von gesundheitsziele.de
Projektträger: BARMER GEK
Kontakt und weitere Informationen: BARMER GEK
Dr. Rüdiger Meierjürgen
Lichtscheider Straße 89
42285 Wuppertal
Telefon: 0800 332060991900
Email: ruediger.meierjuergen@barmer-gek.de
Preisträgerflyer mit Detailinformationen

3. Preis

Projekt: Präventionspfad Seele
Projektträger: Stadt Bottrop
Kontakt und weitere Informationen: Stadt Bottrop
Jugendamt
Martin Notthoff
Prosperstraße 71/1
46236 Bottrop
Telefon: 02041 703616
Email: martin.notthoff@bottrop.de
Preisträgerflyer mit Detailinformationen

Sonderpreis

Projekt: kultür bewegt
Projektträger: v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
Kontakt und weitere Informationen: v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
Bewegungs- und Sporttherapeutischer Dienst
Dr. Lutz Worms
kultür bewegt
Ebenezerweg 18
33617 Bielefeld
Email: lutz.worms@bethel.de
Preisträgerflyer mit Detailinformationen

Eine ausführliche Selbstdarstellung aller Projekte finden Sie zudem in der Projekt-Datenbank  www.infoportal-praevention.nrw.de

 

Neu aufgenommene Projekte in die Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen 2011

Am 19. September 2011 hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens diejenigen Projekte bekanntgegeben, die neu in die Landesinitiative "Gesundes Land Nordrhein-Westfalen" aufgenommen werden.

28 Projekte aus ganz Nordrhein-Westfalen konnten sich in der aktuellen Ausschreibungsrunde um den "Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen" erfolgreich um eine Aufnahme bewerben und dürfen damit das begehrte Siegel "Beispielhaftes Projekt Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen 2011" tragen.

Alle Projekte sind in hohem Maße Beispiel gebend für ganz Nordrhein-Westfalen und laden zur Nachahmung und Verbreitung ein.

Übersicht über alle neu aufgenommenen Projekte

Eine ausführliche Selbstdarstellung aller aufgenommenen Projekte finden Sie zudem in der Projekt-Datenbank  www.infoportal-praevention.nrw.de.

 

Preisverleihung

Am 10. November 2011 hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens im nordrhein-westfälischen Landtag die stolzen und glücklichen Preisträgerinnen und Preisträger des Gesundheitspreises 2011 ausgezeichnet.

Diese hatten sich zuvor - gemeinsam mit 76 anderen Projektansätzen - mit Ihren Projekten an der diesjährigen Ausschreibung um den "Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen" und die Aufnahme in die Landesinitiative "Gesundes Land Nordrhein-Westfalen" beteiligt.

 

Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2011 geht an beispielhafte Projekte in Aachen, Duisburg, Wuppertal, Bottrop und Bielefeld

Am 10. November 2011 hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens im nordrhein-westfälischen Landtag die Preisträger des Gesundheitspreises 2011 ausgezeichnet.

Diese hatten sich zuvor - gemeinsam mit 76 anderen Projektansätzen - mit Ihren Projekten an der diesjährigen Ausschreibung um den "Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen" und die Aufnahme in die Landesinitiative "Gesundes Land Nordrhein-Westfalen" beteiligt. Das Schwerpunktthema der Ausschreibung griff ein aktuell besonders relevantes Thema auf: die Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen.

Die mit dem "Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen" gewürdigten Projekte zeichnen sich durch einen hohen Innovationsgrad und herausragende Qualität aus. "Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen verbessern - genau hierzu tragen diese Projekte in beispielhafter Weise bei und verdienen deshalb diese besondere Auszeichnung", betonte Ministerin Steffens im Rahmen der Verleihung. "Gerade die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist ein wertvolles Gut und benötigt einen besonderen gesellschaftlichen und staatlichen Schutz. Eine gefestigte psychische Gesundheit ermöglicht Kindern und Jugendlichen eine verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen und Werten unter gleichzeitiger Verwirklichung ihrer eigenen Bedürfnisse", so Steffens weiter.