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Gesundheitswirtschaft in NRW

Aufteilung der Bruttowertschöpfung und Erwerbstätigen auf die einzelnen Bereiche der Gesundheitswirtschaft
Aufteilung der Bruttowertschöpfung und Erwerbstätigen auf die einzelnen Bereiche der Gesundheitswirtschaft (eigene Darstellung, Datenbasis: Regionale Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (R-GGR) 2017)

Die Einrichtungen und Unternehmen der Gesundheitswirtschaft Nordrhein-Westfalens leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bürgerinnen und Bürger des Landes. Sie leisten auch einen relevanten Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung Nordrhein-Westfalens. Im Jahr 2015 erwirtschafteten die zusammen über 1,4 Mio. Erwerbstätigen der Gesundheitswirtschaft eine Bruttowertschöpfung von knapp 67 Mrd. Euro.

Die Gesundheitswirtschaft ist nicht nur ein bedeutender, sondern auch ein dynamischer Teil der Wirtschaft Nordrhein-Westfalens. Aktuell entsteht mehr als ein Neuntel der Wirtschaftskraft Nordrhein-Westfalens in der Gesundheitswirtschaft. Betrachtet man nur die Steigerung der Wirtschaftskraft seit 2006, so ist rund ein Sechstel der zusätzlichen wirtschaftlichen Leistung auf die Gesundheitswirtschaft zurückzuführen. Deutlicher wird es bei der Beschäftigung. In der Gesundheitswirtschaft arbeitet rund ein Sechstel der Erwerbstätigen des Landes. Von den zusätzlichen Erwerbstätigen seit 2006 arbeitet mehr als jeder vierte in der Gesundheitswirtschaft.

Mit 67,5 % der Erwerbstätigen und 59,8 % der Bruttowertschöpfung macht die medizinisch-pflegerische Versorgung den größten Anteil an der Gesundheitswirtschaft aus. Zur medizinisch-pflegerischen Versorgung zählen unter anderem die Dienstleistungen von Krankenhäusern, der stationären und ambulante Pflege sowie von Arzt- und Zahnarztpraxen. In der medizinisch-pflegerischen Versorgung erwirtschaften 974.000 Erwerbstätige eine Bruttowertschöpfung von knapp 40 Mrd. Euro. Hierunter haben die Dienstleistungen von Krankenhäusern mit einer Bruttowertschöpfung von 15,3 Mrd. Euro und 255.000 Erwerbstätigen den größten Anteil.

Die industrielle Gesundheitswirtschaft weist mit 12,0 % der Erwerbstätigen und 18,5 % der Bruttowertschöpfung den geringsten Anteil an der Gesundheitswirtschaft aus. Im industriellen Teil der Gesundheitswirtschaft, zu dem die Produktion von Humanarzneiwaren und Medizintechnik, E-Health, aber auch der Großhandel sowie Forschung und Entwicklung gezählt werden, erwirtschaften 173.000 Erwerbstätige eine Bruttowertschöpfung von über 12 Mrd. Euro.

Die weiteren Dienstleistungen der Gesundheitswirtschaft haben einen Anteil von 21,7 % bzw. 20,4 %. In den weiteren Dienstleistungen der Gesundheitswirtschaft, zu denen unter anderem die Dienstleistungen der Apotheken, Krankenkassen, aber auch Sport-, Wellness- und Tourismusdienstleistungen sowie Waren zur eigenständigen Gesundheitsversorgung zählen, erwirtschaften 294.000 Erwerbstätige eine Bruttowertschöpfung rund 15 Mrd. Euro. Einzelheiten zur Gesundheitswirtschaft des Landes sind der vom LZG.NRW beauftragten Studie über die volkswirtschaftlichen Eckwerten der Gesundheitswirtschaft zu entnehmen (siehe Downloads).