Hauptinhaltsbereich

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Erreger FSME-Virus (Flaviviridae)
Vorkommen Europa, Asien (FSME-Risikogebiete in Deutschland jährlich durch RKI veröffentlicht).
Reservoir Kleinsäugerpopulationen, insbesondere Mäuse, aber auch Vögel, Rehe und Rotwild.
Infektionsweg Übertragung durch den Stich einer infizierten Zecke (vor allem Ixodes ricinus und Ixodes persulcatus).

Sehr selten durch virusinfizierte Milch von Ziegen und Schafen, in Ausnahmefällen auch von Kühen.
Übertragung von Mensch zu Mensch Nein.
Inkubationszeit Gewöhnlich 7-14 Tage, in Einzelfällen bis zu 28 Tagen.
Klinische Symptome Bei ca. 30 % der Infizierten treten Symptome auf.

Biphasischer Verlauf: Grippeähnliche Symptome mit mäßigem Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindelgefühl. Nach einem fieberfreien Intervall (ca. 7-20 Tage) entsteht bei etwa 10 % der Infizierten eine Meningoenzephalitis mit Fieber, Erbrechen, meningealen Reizerscheinungen, vereinzeltem Auftreten von Stupor oder Koma. Vor allem bei älteren Patienten kann sich zusätzlich eine Myelitis entwickeln (Gefahr von bleibenden neurologischen Ausfällen).

Häufig völlige Heilung trotz schwerer Verläufe. Schwere Krankheitsverläufe fast nur bei Erwachsenen, bei 1 % der Erkrankten mit ZNS-Beteiligung tödlich.
Maßnahmen bei Krankheit Behandlung der Symptome, keine antivirale Therapie möglich.
Prävention Immunprophylaxe (Impfung) in FSME-Endemiegebieten und bei Indikation.

Expositionsprophylaxe (Zeckenschutz).
Weitere Informationen RKI: Ratgeber für Ärzte
RKI: Impfen, FSME
RKI: Risikogebiete FSME