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Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2

Hintergrund
Seit Dezember 2019 ist ausgehend von der Stadt Wuhan in China eine Lungenerkrankung aufgetreten. Auch andere Länder haben inzwischen über Fälle berichtet. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan angesteckt haben, der am 01.01.2020 geschlossen wurde.

Erreger
Der Ausbruch wird durch ein neuartiges Coronavirus verursacht, das genetisch eng mit dem SARS-Virus verwandt ist. Viele Eigenschaften des Virus sind noch unbekannt, zum Beispiel wie leicht es übertragen wird, wie schwer die Krankheiten verlaufen, in welchem Tier es vorkommt und was die genaue Quelle des Ausbruchs war.

Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 (vormals: 2019-nCoV) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. So haben sich Mitarbeiter des Gesundheitswesens und auch Personen ohne Aufenthalt auf dem Fischmarkt in Wuhan angesteckt.

Der Großteil der bisher Betroffenen war vorher in Wuhan, von einigen ist bekannt, dass sie Kontakt zu bestätigten 2019-nCoV-Fällen hatten. In Deutschland ist am 27.01.2020 der erste Fall bestätigt worden. Aktuelle Fallzahlen und Risikogebiete veröffentlicht das Robert Koch-Institut (RKI).

Aktuelle Informationen zum Geschehen sowie aktualisierte Risikoeinschätzungen bzw. Dokumente werden regelmäßig auf den Internetseiten des RKI aktualisiert.

Symptome
Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage beträgt. Wie bei anderen respiratorischen Erregern, kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Betroffenen scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen. Todesfälle traten bisher vor allem bei Betroffenen auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit liegt der Anteil der Todesfälle an den labordiagnostisch bestätigten Erkrankungen bei etwa 2 Prozent, es ist aber wahrscheinlich, dass dieser Anteil tatsächlich geringer ist, weil sich die Daten auf hospitalisierte Patienten beziehen.

Prävention durch die Behörden
Die Gesundheitsbehörden in NRW beobachten die Entwicklung sehr genau. Sie stehen dabei in engem Austausch mit dem Bund und den anderen Bundesländern.
Koordiniert wird die Beobachtung der Lage in Deutschland durch das Robert Koch-Institut (RKI).

Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und das RKI als auch die für internationale Flughäfen zuständigen Landesgesundheitsbehörden in Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und deren örtlich zuständige Gesundheitsbehörden arbeiten sehr eng zusammen.

Die Gesundheitsämter in NRW werden laufend über das aktuelle Geschehen informiert. Sie geben relevante Informationen an die Ärzteschaft in den Kreisen, Städten und Gemeinden weiter.

Geregelt sind zum Beispiel der Ablauf der Meldewege im Krankheitsverdachtsfall, die Betreuung von Patientinnen und Patienten und die Ermittlung von Kontaktpersonen.