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Qualitätssiegel

Akutkrankenhäuser, die Mitglied eines regionalen Netzwerks sind, haben die Möglichkeit durch das Erfüllen von Qualitätszielen (QZ) ein "Qualitäts- und Transparenzsiegel" zu erwerben. Inhaltlich sind die Qualitätsziele äquivalent zu denen des grenzüberschreitenden, deutsch-niederländischen Projektes EurSafety Health-net. Das MRSA Qualitätssiegel (EQS-1) wird auch für Krankenhäuser außerhalb des geförderten Projektgebietes über das Projekt EurSafety Health-net vergeben. Im Rahmen von EurSafety Health-net werden auch andere, zusätzliche Qualitätssiegel vergeben (EQS-2, EQS-3), welche jedoch nicht durch Krankenhäuser außerhalb des Projektgebietes erworben werden können. Das Qualitätssiegel EQS-1 ist zwei Jahre gültig. Zur Verlängerung des Siegels können Krankenhäuser das Verstetigungssiegel erhalten.

Krankenhäuser, die ein MRSA Qualitätssiegel erhalten möchten beziehungsweise das Qualitätssiegel verlängern möchten, müssen verschiedene Qualitätsziele erfüllen. Diese sind in den unten stehenden Tabellen aufgelistet. Um ein Qualitätssiegel zu erlangen, müssen Punkte für jedes einzelne QZ und mindestens 70% der Gesamtpunkzahl erreicht werden. Ansprechpersonen für die teilnehmenden Krankenhäuser sind das Gesundheitsamt beziehungsweise die Auditoren der regionalen Netzwerke. Sie koordinieren die Aktivitäten vor Ort, sammeln die Daten von den Krankenhäusern und bewerten diese ("1. Bewertung"). Dazu sind die durch das Projekt EurSafety Health-net bereitgestellten Dokumente zu verwenden. Anschließend werden die vollständigen, schriftlich ausgewerteten Dokumente an die wissenschaftliche Begleitung der MRE-Netzwerke in NRW zur abschließenden Bewertung versendet ("2. Bewertung"). Bei Erfüllen der QZ erfolgt eine Vorstellung bei einem der halbjährlich stattfindenden EurSafety Projekttreffen. Dort wird die endgültige Entscheidung zur Siegelvergabe durch den EurSafety Projektleiter beziehungsweise durch die Koordinatoren aus den verschiedenen deutschen und niederländischen Projektregionen gefällt.


1. Qualitätssiegel - MRSA Prävention (EQS-1)

QZ
Beschreibung
1Teilnahme an Qualitätsverbundveranstaltungen
2Erfassung epidemiologischer Daten
3Innerbetriebliche Schulungen/Fortbildungsveranstaltungen
4Prävalenz- und Eingangsscreening
5Festlegung der Anzahl und Art der ausspezifischen Risikogruppen und Screening
6Typisierung von ausgewählten MRSA
7Umsetzung der RKI-Richtlinie (Hygienemaßnahmen, Isolierung, Sanierung)
8Umsetzung §23 Infektionsschutzgesetz/gesetzliche Vorgaben (ÖGD-Report)
9Übergabe von Informationen bei Entlassung
10Screening von Risikopatienten


Qualitätsziele für die Verlängerung/Verstetigung des Qualitätssiegels

QZ
Beschreibung
1Teilnahme an Qualitätsverbundveranstaltungen
2Innerbetriebliche Schulungen/Fortbildungsveranstaltungen
3MRSA-Screening von Risikopatienten
4Typisierung von ausgewählten MRSA
5Umsetzung der KRINKO-Empfehlung zu MRSA (Hygienemaßnahmen, Isolierung, Sanierung)
6Festlegung und Überprüfung eines MRGN-Hygienemanagements
7Umsetzung §23 Infektionsschutzgesetz (ÖGD Report MRSA)
8Datenaustausch zu MRGN (ÖGD Report MRGN)


Krankenhäuser in NRW, die ein Qualitätssiegel über das Projekt EurSafety Health-net erhalten haben

Krankenhäuser, die ein Qualitätssiegel über das Projekt euPrevent erhalten haben

Krankenhäuser, die ein Qualitätssiegel über das MRE-Netz Regio Rhein Ahr erhalten haben

Die Qualitätssiegel MRE-Netzwerk Nordwest und MRE-Netzwerke NRW sind eng an EurSafety Health-Net/Health-i care angelehnt und werden dies auch zukünftig bleiben. Sie bedeuten ein besonderes Qualitätskriterium.