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Surveillancesysteme, Netzwerke und Datenbanken

Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS)
Die ARS dient als epidemiologisches Überwachungsinstrument von resistenten Bakterien in Deutschland. Hierbei werden Antibiotika-Resistenzen in der stationären und ambulanten Krankenversorgung überwacht. Bei ARS handelt es sich um ein laborgestütztes Surveillancesystem, das Resistenzdaten aller klinisch relevanten Bakterienarten umfasst. Mit Hilfe einer interaktiven Datenbank können aktuelle Resistenzberichte und -daten abgerufen werden [2].

Interaktive Datenbank ARS


GERMAP
GERMAP ist eine Arbeitsgruppe, die seit dem Jahr 2008 besteht. Regelmäßig werden Berichte zur aktuellen Situation der Antibiotikaresistenz in Deutschland erstellt. Hierbei werden Resistenzen sowohl in der Veterinär- als auch in der Humanmedizin berücksichtigt. Die Berichte zielen darauf ab, bestehende und potentielle Resistenzrisiken zu bewerten und Empfehlungen für Human- und Veterinärmedizin zur Verfügung zu stellen [3].

GERMAP-Berichte und weitere Informationen


European Antimicrobial Resistance Surveillance Network (EARS-Net)
EARS-Net ist ein europaweites Surveillancesystem, das Daten zur Antibiotikaresistenz in Europa zur Verfügung stellt. Dabei werden Resistenzdaten von sieben Bakterienarten gesammelt (Streptococcus pneumoniae, Staphylococcus aureus, Enterococcus faecalis, Enterococcus faecium, Escherichia coli, Klebsiella pneumonia, Pseudomonas auruginosa) [5].

Datenbank, Berichte und weitere Informationen (englischsprachig)


European Surveillance of Antimicrobial Consumption Network (ESAC-Net)
Das ESAC-Net stellt Daten über den Verbrauch antimikrobieller Medikamente in den Ländern der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums und der Europäischen Freihandelszone zur Verfügung. Diese umfassen bestimmte Antibiotika, Antimykotika, Mittel gegen Mykobakterien und Virostatika [6].

Datenbank, Berichte und weitere Informationen (englischsprachig)


Surveillance der Antibiotikaanwendung und bakteriellen Resistenzen auf Intensivstationen (SARI)
Das Projekt SARI zielt darauf ab, den Antibiotikaverbrauch und die Resistenzraten in verschiedenen interdisziplinären Intensivstationen zu erfassen [4]. Diese Daten können unter anderem nützlich für die poststationäre Weiterbehandlung betroffener Patientinnen und Patienten sein.

Aktuelle Daten

[2] Robert Koch-Institut, Antibiotika Resistenz Surveillance (Hrsg.): ARS - Antibiotika-Resistenz-Surveillance (2016), (Abruf: 25.10.2017)

[3] Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e. V. (Hrsg.): GERMAP - Antibiotikaverbrauch und die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen in der Human- und Veterinärmedizin in Deutschland (2016), (Abruf 25.10.2017)

[4] Mayer E, Jonas D, Schwab F et al.: SARI: Surveillance der Antibiotikaanwendung und bakteriellen Resistenzentwicklung auf Intensivstationen. Bundesgesundheitsblatt (2004), Nr. 47, S. 345-351

[5] European Center for Disease Prevention and Control: Data collection and analysis (2017), (Abruf: 25.10.2017)

[6] European Center for Disease Prevention and Control: European Surveillance of Antimicrobial Consumption Network (ESAC-Net) (2016), (Abruf: 25.10.2017)