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Pilze

Wie auch Bakterien kommen Pilze natürlich in der Umwelt, aber auch auf der Haut und im Körper des Menschen vor. Hefepilze sind zum Beispiel natürlicher Bestandteil der physiologischen Hautflora und verursachen normalerweise keine Erkrankungen. Ist das Immunsystem geschwächt oder die Hautbarriere beschädigt, können sie in den Körper eindringen und Infektionen auslösen [12].

Krankheitserregende Pilze haben eine zunehmende Bedeutung als Infektionserreger bei Patientinnen und Patienten mit einem geschwächten Immunsystem, zum Beispiel nach einer Transplantation oder Chemotherapie.

Pilzinfektionen
Pilzinfektionen werden Mykosen genannt. Die verbreitetsten Mykosen sind die Hautpilze (Dermatomykose), zu denen auch der Nagelpilz gehört. Außerdem können Schleimhäute von Pilzinfektionen betroffen sein. Dazu gehören beispielsweise der Scheidenpilz (Soorkolpitis) und der Mundsoor. Pilzinfektionen können mit Antimykotika behandelt werden. Antibiotika sind bei diesen Infektionen hingegen wirkungslos [12, 13].

[12] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): "Pilze" (2016), (Abruf: 25.10.2017)

[13] Brown GD, Denning DW, Gow NAR et al.: Hidden killers: human fungal infections. Science translational medicine (2012), Nr. 4, S. 165rv13