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Infektionen bei Kindern

Das Immunsystem von Kindern ist oftmals anfällig für Infektionen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist. Somit kann es noch nicht im vollen Umfang auf Erreger reagieren. Kinder zwischen dem 1. und 5. Lebensjahr sind am häufigsten von Infektionen betroffen.

In den ersten zwei Lebensjahren sind bis zu zehn Erkrankungen mit Fieber normal [22]. Hierbei handelt es sich häufig um Viruserkrankungen. Eine Behandlung mit Antibiotika ist hierbei nicht sinnvoll, da diese nur gegen bakterielle Infektionen helfen [22]. Bakterielle Infektionen bei Kindern sind zum Beispiel Mittelohrentzündung, Keuchhusten oder Scharlach [30, 41-43, 45]. Mit jeder Infektion "lernt" das Immunsystem der Kinder dazu und kann Krankheitserreger besser abwehren [23]. Eine Ärztin/eine Arzt muss nicht immer aufgesucht werden, sobald das Kind Fieber hat. Hält das Fieber jedoch länger als drei Tage an oder kommen andere Symptome hinzu, sollte eine Ärztin/ein Arzt aufgesucht werden [22].

Informationen zu den häufigsten bakteriellen und viralen Infektionen bei Kindern, wie Mittelohrentzündung, Scharlach oder Windpocken.
Kinder sollten Antibiotika nur einnehmen, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Bei der Gabe von Antibiotika sind einige Aspekte zu beachten.

[22] Berner R: "Zwischen Umsicht und Übertreibung - der richtige Umgang mit Infektionen bei Kindern" (2011), (Abruf: 25.10.2017)

[23] Saker L, Lee K, Cannito B, et al.: Globalization and infectious disease: A review of the linkages. World Health Organization (Hrsg.). Geneva 2004. (Special Topics in Social, Economic and Behavioural Research; 3)

[30] Wissensnetzwerk evidence.de (Hrsg.): "Mittelohrentzündung" (2006), (Abruf: 25.10.2017)

[41] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): "Keuchhusten" (2016), (Abruf: 25.10.2017)

[42] Robert Koch-Institut (Hrsg.): "Streptococcus pyogenes-Infektion, RKI-Ratgeber für Ärzte" (2009), (Abruf: 25.10.2017)

[43] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): "Scharlach" (2016), (Abruf: 25.10.2017)

[45] Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V.: Kinder- und Jugendärzte im Netz (Abruf: 20. Oktober 2017)