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Folgen von Antibiotikaresistenzen

Antibiotikaresistenzen von Bakterien spielt weltweit eine wichtige Rolle. Besonders multiresistente Bakterien führen dazu, dass viele Antibiotika nicht mehr zuverlässig gegen die Erreger helfen. Somit steht für diese bakteriellen Infektionen, die zuvor mit Antibiotika behandelt werden konnten, keine Therapie mehr zur Verfügung. Beispielsweise gehören Bakterien der Gattung Staphylokokken (zum Beispiel methicillinresistente Staphylococcus aureus (MRSA))  zu den resistenten Erregern. Außerdem werden seit einigen Jahren auch andere multiresistente Keime, wie Escherichia coli beobachtet [6, 33].

Multiresistente Erreger nehmen besonders im Krankenhaus eine große Bedeutung ein. Infektionen, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer medizinischen Maßnahme auftreten und die nicht bereits vorher bestanden, bezeichnet man als Krankenhausinfektionen. Nach Schätzungen sind 6 % der Krankhausinfektionen (nosokomiale Infektionen) auf multiresistente Erreger zurückzuführen [33].

Der verantwortungsvolle Umgang mit Antibiotika kann dazu beitragen, die Ausbildung von resistenten Bakterien zu begrenzen.

[6] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Hrsg.): "Medikamenten-Anwendung. Antibiotika richtig anwenden und Resistenzen vermeiden" (2017), (Abruf: 25.10.2017)

[33] Robert Koch-Institut, Nationales Referenzzentrum für die Surveillance von Nosokomialen Infektionen (Hrsg.): "Deutsche Nationale Punkt-Prävalenzstudie zu nosokomialen Infektionen und Antibiotika-Anwendung" (2011), (Abruf 25.10.2017)