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Antibiotikaresistenzen vorbeugen

Der verantwortungsvolle Umgang mit Antibiotika kann dazu beitragen, die Ausbildung von (multi)resistenten Bakterien entgegen zu wirken.

Als wichtigste Regel hierfür gilt, dass Antibiotika sparsam eingesetzt werden müssen. Häufig werden auch Antibiotika eingenommen, obwohl die Einnahme keinen Vorteil bringt. Dies kann beispielsweise daran liegen, dass die Infektion durch Viren verursacht wird. Bei viralen Infektionen helfen Antibiotika bei normalem Krankheitsverlauf nicht. Außerdem kann das körpereigene Immunsystem leichte bakterielle Infektionen selbst bekämpfen [6].

Des Weiteren müssen Antibiotika immer solange eingenommen werden, wie von der Ärztin oder dem Arzt verordnet, auch wenn die Beschwerden bereits abgeklungen sind [6, 16, 32]. Teilen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt unmittelbar mit, wenn bei Ihnen Nebenwirkungen oder unerwünschte oder keine Reaktionen des Körpers auftreten. Antibiotika sollten ausschließlich nur nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem  Arzt abgesetzt werden [16].

Oftmals tritt eine Besserung der Beschwerden ein, wenn noch nicht alle krankmachenden Bakterien getötet sind. Diese Krankheitserreger können sich jedoch bei einem Absetzen des Antibiotikums erneut vermehren und einen Infekt auslösen. Außerdem werden über diesen Weg die Entstehung von Resistenzen begünstigt [6, 16, 32].

[6] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Hrsg.): "Medikamenten-Anwendung. Antibiotika richtig anwenden und Resistenzen vermeiden" (2017), (Abruf: 25.10.2017)

[16] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): "Alle reden über Antibiotikaresistenz... Was ist das eigentlich?" (2016), (Abruf: 25.10.2017)

[32] Robert Koch-Institut (Hrsg.): "Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Krankenhausinfektionen und Antibiotikaresistenz" (2017), (Abruf: 25.10.2017)