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Vorbeugen, Hygiene, Hausmittel

Eine Person wäscht sich die Hände mit Seife
Hände waschen ist wichtig, um sich vor Krankheiten zu schützen (Bild: Sandor Jackal - Fotolia)

Bakterien, Viren und Pilze sind ein natürlicher Bestandteil der Umwelt. Viele von ihnen sind harmlos für den Menschen. Einige können jedoch auch krank machen und Infektionen auslösen. Gerade eine Übertragung von Mensch zu Mensch durch Tröpfchenübertragung (zum Beispiel durch Husten und Niesen) oder durch den gemeinsamen Gebrauch von Gegenständen, zum Beispiel Türklinken (Kontaktübertragung), kann die Ansteckungsgefahr erhöhen [21].

Zu den wichtigsten Hygienemaßnahmen, um Infektionskrankheiten vorzubeugen, gehören:

  • regelmäßiges Händewaschen,
  • Verwendung von Einwegtaschentüchern beim Husten und Niesen,
  • bei bestehender Infektion Abstand von Mitmenschen halten und zu Hause auskurieren,
  • regelmäßiges Händewaschen während der Zubereitung von Speisen,
  • Einhaltung der Kühlkette bei Nahrungsmitteln,    
  • Schließen der Toilette vor dem Spülvorgang,
  • Umgang mit Haustieren (zum Beispiel Haustiere nicht mit ins Bett nehmen, Kratzwunden desinfizieren) [21].

Hausmittel

Bei leichten Beschwerden und Infektionssymptomen kann zuerst auf konservative Methoden und Hausmittel zurückgegriffen werden; viele natürliche Substanzen gegen Bakterien und Entzündungen wirken! Sie können das Immunsystem dabei unterstützen, den Krankheitserreger selbst zu bekämpfen - ganz ohne Medikamente [19].

Viele pflanzliche Produkte haben beruhigende, entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften. Dazu zählen beispielsweise Pfefferminze, Kamille, Thymian und Salbei. In Form von Tees  und Lutschtabletten können sie milde Symptome eines Infektes lindern. Auch die Inhalation  mit Kamille oder Salzwasser kann bei Erkältungssymptomen Linderung verschaffen. Zum Gurgeln eignen sich pflanzliche Stoffe aus zum Beispiel Myrrhe und Salbei oder Salzwasser (isotonische Lösung: 2 Teelöffel Kochsalz auf 1 l Wasser). Gegen Husten können Zwiebelsirup und Meerrettich helfen. Weiterhin können kalte Wickel dabei unterstützen, Fieber zu senken [19, 20].

Sollten die Beschwerden länger andauern oder sich verschlechtern, muss eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden [19].

[19] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Hrsg.): "Was kann ich bei einer Mittelohrentzündung tun?" (2016), (Abruf: 25.10.2017)

[20] Kranzberger B, Mair S: Pflanzenmonographien. Heilpflanzen nach Monographie, Gegenwart, Humoralpathologie. München: Foitzick 2000

[21] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): "Hygienetipps" (2016), (Abruf: 25.10.2017)