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Öffentlich-rechtlicher Vertrag mit dem Land Nordrhein-Westfalen

Eine Bewerbung für die Zulassung zu einem Medizinstudienplatz nach dem Landarztgesetz Nord-rhein-Westfalen setzt voraus, dass Sie einen öffentlich-rechtlichen Vertrag mit dem Land Nordrhein-Westfalen abschließen.

Vertragsmuster

Den Vertrag müssen Sie bereits mit der Bewerbung unterzeichnen und einsenden. Er wird jedoch nur dann wirksam, wenn Sie zum Medizinstudium nach dem Landarztgesetz Nordrhein-Westfalen ausgewählt , zum Studium der Humanmedizin zugelassen werden und sich an einer Universität in Deutschland für das Medizinstudium immatrikulieren. Wenn Sie in Nordrhein-Westfalen über die Landarztquote für das Medizinstudium ausgewählt werden, aber den Studienplatz einer Landarzt-quote eines anderen Bundeslandes annehmen, wird der öffentlich-rechtliche Vertrag mit dem Land Nordrhein-Westfalen also ebenfalls wirksam
Anderenfalls jedoch entstehen Ihnen keine Verpflichtungen.

Mit dem Vertrag verpflichten Sie sich,

  • im Anschluss an das Medizinstudium eine ärztliche Weiterbildung zu absolvieren, die Voraussetzung für eine Tätigkeit als Hausärztin oder Hausarzt in einem unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Gebiet ist (hierunter fallen gemäß § 73 Abs. 1 a des Fünften Sozialgesetzbuchs Allgemeinmedizin, Innere Medizin (ohne Schwerpunktbezeichnung) oder Kinder- und Jugendmedizin),
  • im Anschluss an die Weiterbildung für zehn Jahre eine vertragsärztliche Tätigkeit in einem Gebiet in Nordrhein-Westfalen auszuüben, für das das Land einen besonderen öffentlichen Bedarf an Hausärztinnen und Hausärzten festgestellt hat.

Wichtiger Hinweis:
Bei den drei genannten Weiterbildungen  ist die tatsächliche Auswahlmöglichkeit davon abhängig, für welchen Fachbereich das Land unter Berücksichtigung der Prognoserechnungen der Kassenärztlichen Vereinigungen zum Zeitpunkt der Aufnahme der Weiterbildung einen besonderen Bedarf für den voraussichtlichen Zeitpunkt der Aufnahme der ärztlichen Tätigkeit in Nordrhein-Westfalen prognostiziert hat . Bewerberinnen und Bewerber sollten daher darauf eingestellt sein, dass eine Wunschweiterbildung z.B. in der Kinder- und Jugendmedizin ggf. nicht möglich sein wird.

Erfüllen Sie eine der Pflichten (schuldhaft) nicht, wird eine Vertragsstrafe in Höhe von 250.000 Euro fällig.

Wir weisen Sie nachdrücklich darauf hin, dass dieser Vertrag sehr weitreichende Festlegungen ent-hält, wenn Sie nach dem Landarztgesetz NRW zum Medizinstudium zugelassen werden. Setzen Sie sich daher mit dieser Entscheidung und den möglichen Auswirkungen auf Ihren Lebensweg sorgfältig auseinander und holen Sie dazu ggf. auch den Rat persönlich Vertrauter oder rechtlichen Rat ein. Wenn Sie zum Auswahlgespräch zugelassen werden, werden Sie auch dort noch einmal Informationen zum öffentlich-rechtlichen Vertrag erhalten.

Wir weisen auch an dieser Stelle darauf hin, dass neben der Bewerbung nach dem Landarztgesetz NRW eine parallele Bewerbung für das bundesweite zentrale Verfahren bei der Stiftung für Hoch-schulzulassung möglich ist. Wenn Sie aber nach dem Landarztgesetz Nordrhein-Westfalen ausge-wählt worden sind und einen Studienplatz für das Medizinstudium erhalten, werden sie aus dem bundesweiten zentralen Verfahren ausgeschlossen.