Hauptinhaltsbereich

Login - Projekt-Datenbank zur Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung in NRW

Sie sind neu hier und möchten Ihr Projekt anlegen? Zum Registrieren auf die Schaltfläche rechts klicken.

Schwerpunkt Palliative Pflege und hospizliche Betreuung im St. Marien Seniorenheim -Integratives Projekt der Hospizbewegung Ratingen e.V. und der St. Marien Krankenhaus GmbH-

Projekt ID-Nr.: 7501-1426

1. Angaben zum Projektträger

Kurzbezeichnung der Institution:

Seniorenheim St. Marien

Name der Institution/Organisation:

Seniorenheim St. Marien

Adresse:

Werdenerstr. 3
40878 Ratingen
Deutschland

Leitung der Institution:

Herr Horst Ramm

Kontakt:

Tel.: 0049-2102-8516351
Fax: 0049-2101-8514102
h.ramm@smkr.de
http://www.smkr.de

1.1 Ist die Institution/Organisation Mitglied der Landesgesundheitskonferenz NRW?

Nein
2. Allgemeine Angaben zum Projekt

2.1 Titel des Projektes:

Schwerpunkt Palliative Pflege und hospizliche Betreuung im St. Marien Seniorenheim -Integratives Projekt der Hospizbewegung Ratingen e.V. und der St. Marien Krankenhaus GmbH-

2.2 Weitere Projektträger:

  • Keine

2.3 Kooperationspartner des Projektes:

  • Hospizbewegung Ratingen e.V.
  • Onkologische Praxis Dr. Nusch / Dr. Kalhori, Ratingen
  • Internistische Praxis Dr. Caspari, Ratingen (Qualifizierter Palliativmediziner)
  • SAPV Niederberg/Kreis Mettmann

2.4 Ansprechpartner des Projektes:

Herr Horst Ramm
Funktion: Heimleiter

Kontakt:

Tel.: 0049-2102-8516351
Fax: 0049-2101-8514102
h.ramm@smkr.de
www.smkr.de

2.4 Laufzeit des Projektes:

Beginn / geplanter Beginn: März 2007
Ende / geplantes Ende: keins

2.6 Das Projekt wird in folgenden Regionen in NRW durchgeführt:

Ratingen, Kreis: Mettmann, Kreis

2.6 Bitte ergänzen Sie ggf. erhaltene Preise, Auszeichnungen, Logovergaben (z. B. "gesundheitsziele.de")

Die Seniorenheime der St. Marien Krankenhaus GmbH, incl. des Schwerpunktes palliative Pflege und hospizliche Betreuung, wurden 2015 mit dem Altenpflegepreis für das beste Palliativkonzept in der stationären Altenhilfe ausgezeichnet.

2.7 Hintergrundinformationen zum Projekt:

  • Die letzte Aktualisierung der Daten durch den Projektträger erfolgte am 26.07.2021
  • Das Projekt ist in die Landesinitiative
    "Gesundes Land Nordrhein-Westfalen" aufgenommen worden
    (www.GesundesLand.NRW.de).
  • Das Projekt ist Preisträger des "Gesundheitspreises Nordrhein-Westfalen". Es
    wurde mit dem Gesundheitspreis ausgezeichnet.
3. Zielgruppe(n) und Setting(s) des Projektes

3.1 Das Angebot richtet sich an die folgende(n) Altersgruppe(n):

  • Ältere Erwachsene (45-59 Jahre)
  • Seniorinnen / Senioren (ab 60 Jahre)

3.2 Richtet sich das Projekt an Multiplikatoren oder Mediatoren?

Nein

3.3 Das Projekt umfasst geschlechtersensible Angebote für:

Keine geschlechtersensiblen Angebote

3.4 Richtet sich das Angebot gezielt an sozial benachteiligte Personengruppen?

Nein, es richtet sich hauptsächlich an :
unheilbar erkrankte Erwachsene im Endstadium ihrer Erkrankung, insbesondere an Krebspatienten

3.6 Art des/r Settings:

  • Krankenhaus
  • Region, Stadt(teil), Gemeinde, Verein
  • Alten- oder Pflegeheim
  • Sonstiges: Fachliche Begleitung

3.7 Anzahl der Personen, die zu o. g. Setting(s) gehören:

500

3.8 Richten sich die Aktivitäten auf die Umgestaltung des Umfelds, der Strukturen oder von Abläufen im Setting?

Nein
4. Handlungsfeld und Angebotsart des Projektes

4.1 Das Projekt zielt in der Hauptsache auf:

Verbesserung der Versorgung bzw. Behandlung

4.2 Projektschwerpunkt(e) nach Handlungsfeldern/Themenbereichen:

  • Bestimmte Krankheiten, Atemwegserkrankungen
  • Bestimmte Krankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Bestimmte Krankheiten, Krebs
  • Bestimmte Krankheiten, Muskel- und Skeletterkrankungen
  • Netzwerkbildung

4.3 Findet in dem Projekt eine sektorenübergreifende Kooperation statt?

Ja

Der Schwerpunkt palliative Pflege und hospizliche Betreuung ist Teil des St. Marien-Seniorenheimes. Er wird in Kooperation mit einem ambulanten Hospizdienst betrieben (Hospizbewegung Ratingen e.V.). Miteingebunden in das Konzept sind mehrere niedergelassene Arztpraxen, u.a. eine onkologische Praxis sowie qualifizierte Palliativärzte. Ebenfalls eingebunden in das Konzept ist das örtliche Krankenhaus der Regelversorgung und die SAPV Niederberg. Das St. Marien-Seniorenheim ist Teil des Palliativnetzwerkes Mettmann (PN-ME) und der Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit Ruhrgebiet (APPH Ruhrgebiet). 

4.4 Angebotsart(en):

  • Versorgungsangebot (z. B. Mittagstisch, med.- pflegerische Hilfe, Betreuungsangebote) , fortlaufend
  • Sonstiges, und zwar :
    Verbesserung der pflegerischen Situation von Palliativpatienten, mehrmals und zwar
5. Projektbeschreibung

5.1 Zielstellung des Projektes:

Das St. Marien-Seniorenheim liegt in der Innenstadt von Ratingen. Es ist baulich mit dem St. Marien-Krankenhaus verbunden ist. Auf dem gleichen Gelände befinden sich außerdem 13 angeschlossene ambulante Partner, darunter eine internistisch-onkologische Arztpraxis mit einem qualifizierten Palliativarzt, eine Radiologische und nuklearmedizinische, eine urologische, sowie eine pneumologische Arztpraxis. In der Betreuung sterbender Menschen arbeitet das St. Marien-Seniorenheim schon seit vielen Jahren eng mit der ambulanten und nach SGB V anerkannten Hospizbewegung Ratingen e.V., sowie einer internistischen Arztpraxis zusammen. Ziele des Projektes sind: Es soll eine dem aktuellen pflegewissenschaftlichen Stand entsprechende stationäre palliative Pflege und hospizliche Betreuung für Senioren/Erwachsene und Angehörige angeboten werden. Ein wohnortnahes neues Versorgungsangebot für die Ratinger Bürgerinnen und Bürger soll geschaffen werden. Ein berufsgruppenübergreifendes und integratives Pflege- und Betreuungskonzept soll in Kooperation mit der Ratinger Hospizbewegung, und den beteiligten ambulanten Partnern (internistische Praxis, onkologische Praxis) erarbeitet werden. Entsprechende Räumlichkeiten sollen im St. Marien Seniorenheim vorgehalten und speziell für die Zielgruppe ausgestattet werden. Durch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit soll das neue Versorgungsangebot bekannt gemacht werden.

5.2 Wurde eine Bedarfsermittlung vorgenommen?

Ja, und zwar an:
  • Begehung des Settings (Lebenswelt)
  • Auswertung von Verwaltungs- oder Forschungsdaten

5.3 Inhalt und Methode des Projektes:

Im Rahmen von moderierten Projektgruppentreffen durch den Qualitätsmanagementbeauftragten (Dipl. Pflegemanager) der St. Marien-Krankenhaus GmbH wurde das integrative Konzept durch die Kooperationspartner erarbeitet. Die internistische Facharztpraxis und die onkologische Praxis wurden sukzessiv flankierend in den Konzeptentwicklungsprozess eingebunden. Der Prozess wurde durch ein speziell auf den enstandenen Bedarf abgegstimmtes intensives Fortbildungs- und Trainingsprogramm begleitet. Im Laufe der ersten Projektgruppentreffen erklärte sich die Hospizbewegung bereit auch bauliche Maßnahmen zur Gestaltung der Räumlichkeiten Mitzutragen. Der ursprüngliche Projektzeitplan wurde deshalb modifiziert und der Endzeitpunkt auf Mitte 2009 verschoben. Zwischen der Hospizbewegung und Seniorenheim/St. Marien-Krankenhaus GmbH wurde ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. In diesem wurden die Leistungen der Kooperationspartner dauerhaft festgeschrieben.

5.4 Anzahl der Personen, die unmittelbar/direkt erreicht werden:

Von 06.2008 (Eröffnung des Bereichs) - 08.05.2009 :22 Palliativpatienten/Gäste

5.5 Anzahl der Personen, auf die die Aktivitäten schätzungsweise Auswirkungen haben:

Palliativpatienten/Gäste und Angehörige: 105 Personen

5.6 (Erwartbare) Hauptergebnisse des Projektes:

Mit dem Umbau und der Gestaltung der Räumlichkeiten im St. Marien-Seniorenheim war eine Innenarchitektin beauftragt. Nach dem Umbau ist ein eigenständiger Bereich mit drei speziell gestalteten Patientenzimmern/Zimmer für Palliativgäste und ein Zimmer/Aufenthaltsraum /Teeküche für Angehörige entstanden. Ein integratives Konzept wurde in Kooperation mit den Beteiligten erarbeitet. Die Inhalte werden umgesetzt. Das Konzept sieht die Weiterbildung von 4 Pflegekräften des Seniorenheimes, bzw. des palliativen Bereichs in "palliative care" im Umfang von 160 Stunden vor.  Daneben wurden die Pflegekräfte durch ein abgestuftes innerbetriebliches Fortbildungsprogramm geschult. Das Fortbildungsprogramm beinhaltet außerdem einen Hospitationseinsatz auf der Intensivstation des angeschlossenen St. Marien-Krankenhauses. Um den Theorie-Praxistransfer zu gewährleisten begleitet ein onkologischer Fachpfleger die Pflegedienstmitarbeiter des Bereichs. Die psychosoziale Betreuung der Pallitativpatienten/Gäste und Angehörige wird durch Mitarbeiter der ambulanten Hospizbewegung gewährleistet. Im Rahmen individueller Begleitungen und Präsenzzeiten im palliativen Bereich. Durch wöchentliche moderierte Fallbesprechungen (Sozialdienst Seniorenheim) über die Pallitativpatienten/Gäste des Bereichs, wird die Kommunikation zwischen Seniorenheim (stationärer Bereich), Hospizbewegung und behandelnden Ärzten (ambulanter Bereich) sichergestellt. Durch Presseberichte in den regionalen Printmedien wurde das neue Versorgungsangebot seit der Eröffnung des Bereiches in 06/2008 bekannt gemacht.

2009: die spezielle ambulante Palliativ Versorgung, Niederberg (SAPV) wird bei Bedarf in die Versorgung der Gäste / Patienten integriert.

2011: der Bereich wird von 3 auf 6 Plätze erweitert.

2012-2015: halbjährlich wird ein Round Table "Schmerztherapie" für niedergelassene Ärzte und Pflegekräfte in Ratingen angeboten. 

2015: neben den 5 Mitarbeitern mit palliative care Weiterbildung schließt ein Mitarbeiter seine Weiterbildung als onkologische Fachpflegefachkraft ab.

2018: das St. Marien Seniorenheim wird kernsaniert und modernisiert

6. Dokumentation und Evaluation des Projektes

6.1 Wird für das Projekt eine Dokumentation erstellt?

Nein, nicht vorgesehen

6.2 Ist das Vorgehen (bzw. die Konzeption) allgemein evidenzbasiert oder gibt es plausible Annahmen zur Wirksamkeit für den Ansatz?

Weiß nicht

6.3 Wird eine Projektevaluation durchgeführt?

Ja, abgeschlossen

6.4 Die Evaluation wird durchgeführt:

Sowohl Projektbeteiligte als auch externe Fachleute

6.5 Folgende Informationen werden ausgewertet, um die Wirkungen des Projektes festzustellen:

  • Spontane Rückmeldungen aus der Zielgruppe bzw. den Zielgruppen
  • Ergebnisse mündlicher Zielgruppenbefragungen
  • Sonstiges: Wöchentliche Reflektion und Fallbesprechung der beteiligten Berufsgruppen (Mediziner, Pflegefachkräft, Sozialarbeiter, Mitarbeiter Hospizbewegung, etc.). Überprüfung nach den Kriterien: Schmerzfreiheit, Zufriedenheit des Patienten/Gastes mit med., pfleger

6.6 Ergänzende Beschreibung der Evaluationsmethode:

Die Konzeptentwicklung und Einrichtung des Schwerpunktes wurde durch eine Studentin der Katholischen Hochschule NRW, Abt. Köln im Rahmen ihres Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit begleitet. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Hausarbeit beschrieben. Das Projekt ist Thema der Bachelorarbeit (Titel: "Implementierung hospizlicher Begleitung in Einrichtungen der Altenhilfe"), die in voraussichtlich 09/2009 abgeschlossen wurde. Die Umsetzung der Konzeptes wird durch den halbjährlichen Qualitätszirkel "Palliative Care" zwischen Hospizbewegung und St. Marien-Seniorenheim evaluiert und gesteuert. Jährlich werden Kennzahlen, z.B. Pflegegrade, Diagnosen, Zufriedenheit der Angehörigen ausgewertet. 

6.7 Wird ein Evaluationsbericht veröffentlicht?

Nein, nicht vorgesehen
7. Fortsetzung der Projektaktivitäten

7.1 Ist ein Anschluss- bzw. Folgeprojekt geplant, beantragt, oder läuft dieses bereits?

Nein

7.2 Werden entsprechende Aktivitäten nach Abschluss dieses Projektes durchgeführt?

Ja

Weitere Kooperation der am Projekt beteiligten Personen und Institutionen. Fortführung der im Konzept beschriebenen Angebote und Arbeitsweisen.

7.3 Entstehen im Rahmen des Projektes Produkte, die auch nach Projektende genutzt werden?

Ja

1.) Einrichtung eines speziellen Bereichs für palliative Patienten / Gäste. 2.) Qualifizierung von Pflegekräften mit Zusatzausbildung in Palliative Care, Abgestuftes innerbetriebliches Fortbildungsangebot zur Thematik 3.)Entstehung eines neuen Versorgungsangebotes für die Ratinger Bevölkerung 4.) Weiterentwicklung der Palliative Care auch auf anderen Wohnbereichen (Leuchturumfunktion des Schwerpunktes)

8. Projektfinanzierung

8.1 Das Projekt finanziert sich über:

  • Spenden
  • Freiwilligendienste / Ehrenamtliche
  • Sonstige, und zwar : Leistungen des SGB XI

8.2 Geschätzter Gesamtaufwand (inklusive Planung, Ausführung, Evaluation etc.) in Personentagen oder in Euro:

344.000 €

--- Personentage

8.3 Ist die Finanzierung bis Projektende gesichert?

Ja