Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen
Login - Datenbank
Passwort vergessen?

Neuen Projektträger registrieren

Registrieren
Ansprechperson
Gaby Schütte Stabsgruppe Campusentwicklung Tel.: 0234 91535-1400
FAX: 0234 91535-2903
E-Mail schreiben
Serviceangebote

MRSA / MRE Hygienekonzept in der Akut- und Reha-Geriatrie als Schnittstelle

Projekt ID-Nr.: 236569

1. Angaben zum Projektträger

Kurzbezeichnung der Institution:

GFO mbH

Name der Institution/Organisation:

Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH, Abteilung Krankenhaushygiene

Adresse:

Büro: Robert Koch Str 1
53115 Bonn
Deutschland

Leitung der Institution:

Herr Karl Geßmann

Kontakt:

Tel.: 0049-2241-801100
Fax: 0049-2761-801368
kontakt@gfo-hygiene.de
http://www.gfo-online.de

1.1 Ist die Institution/Organisation Mitglied der Landesgesundheitskonferenz NRW?

Ja: Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen
2. Allgemeine Angaben zum Projekt

2.1 Titel des Projektes:

MRSA / MRE Hygienekonzept in der Akut- und Reha-Geriatrie als Schnittstelle

2.2 Weitere Projektträger:

  • Keine

2.3 Kooperationspartner des Projektes:

  • keine

2.4 Ansprechpartner des Projektes:

Frau Dr. Edith Fischnaller
Funktion: Leitende Krankenhaushygienikerin

Kontakt:

Tel.: 0049-170-2226078
Fax: 0049-228-5050
edith.fischnaller@gfo-hygiene.de

2.4 Laufzeit des Projektes:

Beginn / geplanter Beginn: April 2011
Ende / geplantes Ende: keins

2.6 Interventionsregion

Angebot in NRW

Ergänzende Beschreibung der Interventionsregion:

Das Konzept soll verbunduebergreifend (Verbund der medizinischen und sozialen Einrichtungen) der GFO (Gemeinnuetzige Gesellschaft der Franziskannerinnen zu Olpe mbH) gelten. Geriatrien (Akut und Rehabilitation) werden in Bornheim-Merten, Bad Honnef und Koenigswinter,  Lindlar/Engelskirchen und Dinslaken angeboten. Alten- und Seniorenheime, ambulante Pflege und weitere Schnittstellen sind im gesamten NRW vertreten (www.gfo-online.de). Ein psychiatrisches Krankenhaus, eine Altenpflegeeinrichtung und Servicpflege befindet sich in Rheinland Pfalz (Wissen) wird aber in das Geamtkonzept der Krankenhaushygiene einbezogen.

2.6 Bitte ergänzen Sie ggf. erhaltene Preise, Auszeichnungen, Logovergaben (z. B. "gesundheitsziele.de")

---

2.7 Hintergrundinformationen zum Projekt:

  • Die letzte Aktualisierung der Daten durch den Projektträger erfolgte am 08.11.2014
  • Das Projekt ist 2012 in die Landesinitiative
    "Gesundes Land Nordrhein-Westfalen" aufgenommen worden
    (www.GesundesLand.NRW.de).
3. Zielgruppe(n) und Setting(s) des Projektes

3.1 Das Angebot richtet sich an die folgende(n) Altersgruppe(n):

  • Ältere Erwachsene (45-59 Jahre)
  • Seniorinnen / Senioren (ab 60 Jahre)

3.2 Richtet sich das Projekt an Multiplikatoren oder Mediatoren?

Ja, und zwar an:
  • Im medizinischen Bereich tätiges Personal
  • Sonstiges: an alle Akteuere der Schnittstellen, Rettungs-, Transportdienst, Pflege, Angehörige,...

3.3 Das Projekt umfasst geschlechtersensible Angebote für:

Keine geschlechtersensiblen Angebote

3.4 Richtet sich das Angebot gezielt an sozial benachteiligte Personengruppen?

Ja, und zwar an:
  • Sonstiges: ältere Patienten und deren Angehörige, die unter den Maßnahmen leiden

3.6 Art des/r Settings:

  • Krankenhaus
  • Alten- oder Pflegeheim
  • Sonstiges: Geriatrie und geriatrische-orthopädische Rehabilitation

3.7 Anzahl der Personen, die zu o. g. Setting(s) gehören:

15.000

3.8 Richten sich die Aktivitäten auf die Umgestaltung des Umfelds, der Strukturen oder von Abläufen im Setting?

Ja
4. Handlungsfeld und Angebotsart des Projektes

4.1 Das Projekt zielt in der Hauptsache auf:

Verbesserung der Versorgung bzw. Behandlung

4.2 Projektschwerpunkt(e) nach Handlungsfeldern/Themenbereichen:

  • Organisationsentwicklung
  • Bestimmte Krankheiten, Andere

4.3 Findet in dem Projekt eine sektorenübergreifende Kooperation statt?

---

4.4 Angebotsart(en):

  • Versorgungsangebot (z. B. Mittagstisch, med.- pflegerische Hilfe, Betreuungsangebote)
  • Fort- oder Weiterbildung / Qualifizierungsmaßnahme(n) , fortlaufend
5. Projektbeschreibung

5.1 Zielstellung des Projektes:

Korrekte und sinnvolle Hygienemassnahmen werden immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit und in das Bewusstsein der medizinsichen und sozialen Einrichtungen, aber auch der Patienten und deren Angehoerigen gerueckt. In einem innovativen ganzheitlichen Hygienemassnahmenkonzept im Umgang mit MRSA und anderer multireistenter Erreger werden die geforderten Massnahmen, die gesetzlichen Grundlagen und die Empfehlungen des RKI für eine besondere Gruppe von Patienten, hier die der geriatrischen Akut- und Rehapatienten, angepasst. Wichtig ist dabei nicht nur der Schutz des Patienten vor nosokomialen Infektionen, der Schutz des Personals und auch der Schutz der Angehoerigen und Besucher, sondern vor allem auch, der Auftrag, die betroffenen Patienten und Menschen nicht in der Therapie, Rehabilitation und in den sozialen Kontakten zu benachteiligen. Es werden, ob wohl durch das RKI abgesichert, in Alten- und Seniorenheimen sowie in der haeuslichen Pflege, hygienische Massnahmen und Isolationen durchgeführt, die zu unnoetigen psychischen Isolationen, Stigmatisierungen und Benachteiligungen dieser Menschen führt. Gerade in dem Bereichen Geriatrie, der immer mehr Patienten und Menschen aufgrund unseres demographischen Wandels in Deutschland betrifft, ist die Grenze von Akutklinik zu den Pflegebereichen fliessend. Gerade dort muss ein Konzept bereits greifen, dass die wichtige Therapie, die auf soziale Bereiche und Rueckfuehrung in das normale Leben oder das Leben als Bewohner in einem Alten-, Pflege oder Seniorenbereich oder in der ambulanten Pflegebetreuung ermoeglicht und das Grundprinzip einer geriatrischen und geriatrisch-rehabilitativen Therapie ermoeglicht. Verhindern soll das Konzept die unnoetige Isolierung und Stigmatisierung, bei der erhebliche Nachteile fuer den Betroffenen entstehen koennen, was nicht sein soll.

5.2 Wurde eine Bedarfsermittlung vorgenommen?

Ja, und zwar an:
  • Befragung der Zielgruppe
  • Begehung des Settings (Lebenswelt)
  • Expertenbefragung
  • Sonstiges: egenes Prävalenz- und Inzidenzscreening

5.3 Inhalt und Methode des Projektes:

Inhalt: Wie bereits vermutet, ist die Anzahl der geriatrischen Patienten mit einer MRSA (Multi- bzw. Methicillinresitenter Staphylokokken aureus) in Deutschland sowie dann auch in NRW hoeher als in den allgemeinen Krankenhaeusern oder anderen medizinischen Einrichtungen. Als Schnittstelle fuer die Verlegung aus Allgemein-oder Spezialkliniken, Einweisungen aus Alten-, Senioren- und Pflegeheimen spielt der geriatrische Patient eine entscheidende Rolle. Ein gesamter Verbund von Krankenhaeusern, geriatrischen Kliniken, Rehakliniken, Alten-, Pflege-, Seniorenheime sowie andere medizinische und soziale Einrichtungen (Bsp. das bekannte Kinder- und Jugendhospiz Olpe) muessen sich dieser Herausforderung stellen. Durch die Schaffung einer eigenen Abteilung des Verbundes mit ca. 3000 Krankenhausbetten und zahlreicher Alten- und Pflegeeinrichtungen im ambulanten und stationaerem Bereich ist ein MRSA-Hygienemassnahmenkonzept verbunduebergreifend erstellt worden, die es ermöglicht den Patienten trotz des hohen Anspruches an Sicherheit (Patientensicherheit) und des Personalschutzes nach Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes und der Hygieneverordnung eine Moeglichkeit der adaequaten und zu Recht einzufordernden Qualitaet an Therapie, Pflege und Rehabiliation zu geben, auch im sozialen Bereichen. Methode: Durch die Durchfuehrung eines Inzidenz- und Praevalenzsceenings in einer exemplarischen Akutgeriatrie mit Rehabilitationsklinik (an drei Tagen in Folge wurden alle stationaeren Patienten und Neuaufnahmen auf MRSA gescreent, unabhaengig der eigentlichen Risikofaktoren fuer MRSA-Besiedlung). Dabei wurden mit den bereits bekannten Traegern fast 20% der Patienten mit positiven Befund festgestellt. Die Patienten wurden nach Aufklaerung mittels Abstriche aus Nasen und Rachen sowie an Wunden oder Devices (Dauerkatheter, Trachesostoma, Wunden, etc) abgestrichen und dann zur Auswertung und gezielten Suche nach MRSA Besiedlung in ein mikrobiologisches Labor geschickt. Durch diese Ergebnise ergab sich die bereits ohne Datenhinterlegung favorisierte Notwendigkeit, diesen Patienten unter den oben genannten menschenwuerdigen Bedingungen die optimalsten Therapie- und Rehabilitationsmoeglichkeiten, die eine Rueckfuehrung in den Alltag und zum Teil auf den letzten Jahre des Lebens anzubieten. Umsetzungsschritte: Erstellung einer Verfahrensanweisung / Hygienemanagement durch die Hygienefachkraft, Hygienebeauftragten Arzt, den Chefarzt der ausgesuchten Klinik und der leitenden Krankenhaushygienikerin. 2. Oeffentliche Veranstaltung fuer alle Mitarbeiter der Einrichtung, allen Alten- und Pflegeheimen, Niedergelassenen Aerzten sowie anderer medizinischer und sozialen Einrichtungen des Einzugsgebietes vor ca. 6 Monaten. Ziel war es die Praevalenz.- Inzidenzdaten darzustellen, das MRSA Konzept zu erlaeutern, aktuellste Informationen in dem Gebiet an alle zu geben und fuer Fragen zur Verfuegung zu stehen. 3. Weitere oeffentliche und interne Schulungen, Vortraege und Veranstaltungen wurden abgehalten und sind zur weiteren Implementierung geplant. Einbeziehung des mre-netzwerkes rhein-ahr und Darlegung des Konzeptes sowie enge Kooperation mit den Gesundheitsaemter der Kreise und dem Institut fuer Hygiene und Umweltmedizin. 4. Seit Mai 2012 Einfuehrung und Etablierung des neuen Konzeptes in einer geriatrischen Klinik und Rehaeinrichtung mit enger Begleitung durch die Hygieneabteilung, insbesondere durch die zustaendige Hygienefachkraft 5. Staendige Ueberpruefung des MRSA-Anteils und Weiterleitung der Daten an die zustaendige Behoerden. 6. Fuer 2013 ist eine Ueberarbeitung des Konzeptes nach den gemachten Erfahrungen geplant.

5.4 Anzahl der Personen, die unmittelbar/direkt erreicht werden:

unmittelbar / direkt sind alle stationären Patienten der Geriatrien und Rehabilitationszentren betroffen und es werden alle Alten- Pflege- und Seniorenheime des Verbundes und andere einbezogen, Unmittelbar sind 2000 - 3000 Patienten / Jahr betroffen

5.5 Anzahl der Personen, auf die die Aktivitäten schätzungsweise Auswirkungen haben:

Da es Auswirkungen auf alle medizinischen Einrichtungen der Pflege, Alten- und Seniorenvesorgung hat, wird mit der Auswirkung auf ca. 10 - 15.000 Personen gerechnet.

5.6 (Erwartbare) Hauptergebnisse des Projektes:

1. Patientensicherheit auf hohem Niveau 2. Arbeitsschutz 3. Sicherstellung der Patientenversorgung, der Therapie, der Rehabilitation und der Wiedereingliederung fuer die spezielle Gruppe der aelteren und geriatrischen Patienten 4. Verhinderung und Minimierung der Uebertragung multireistentern Erreger innerhalb medizinischer Einrichtungen 5. Verhinderung von Ausgrenzung, Stigmatisierung, Depressionen und Vereinsamung 6. Miteinbeziehung aller weiteren Schnittstellen 7. Verhinderung unnötiger Massnahmen 8. Kostenersparniss und Wirtschaftlichkeit 9. Verhinderung unnoetiger Panikmache und unqualifizierter Darstellung in der Oeffentlichkeit

6. Dokumentation und Evaluation des Projektes

6.1 Wird für das Projekt eine Dokumentation erstellt?

Ja, geplant

6.2 Ist das Vorgehen (bzw. die Konzeption) allgemein evidenzbasiert oder gibt es plausible Annahmen zur Wirksamkeit für den Ansatz?

Ja, die Wirksamkeit des Vorgehens (Konzepts) ist nachgewiesen.

www.rki.de

http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/Praevention_nosokomial/praevention_nosokomial_node.html

http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/029-027l_S1_Haendedesinfektion_und_Haendehygiene_01.pdf

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21899920

 

 

6.3 Wird eine Projektevaluation durchgeführt?

Ja, geplant

6.4 Die Evaluation wird durchgeführt:

Sowohl Projektbeteiligte als auch externe Fachleute

6.5 Folgende Informationen werden ausgewertet, um die Wirkungen des Projektes festzustellen:

  • Spontane Rückmeldungen aus der Zielgruppe bzw. den Zielgruppen
  • Ergebnisse von Expertenbefragungen, Expertenmeinungen
  • Sonstiges: MRSA - Screening aller Patienten bei Aufnahme

6.6 Ergänzende Beschreibung der Evaluationsmethode:

1. Die Rückmeldung von den Patienten, den Angehörigen wird 6 - 8 Monate nach Etablierung erfragt und zusammengefasst

2. Die Mitarbeiterbefragung von Ärzten, Pflege und Physiotherapie, einweisenden Ärzten, Einweisern und Pflegeheimleitungen werden nach einem Jahr Etablierung gezielt befragt und die Vor- und Nachteile evaluiert

3. Die Anzahl der MRSA-Besiedlungen wird zeitnah erstellt und nosokomiale Übertragungen zeitnah erkannt und entgegengewirkt.

6.7 Wird ein Evaluationsbericht veröffentlicht?

Ja, geplant
7. Fortsetzung der Projektaktivitäten

7.1 Ist ein Anschluss- bzw. Folgeprojekt geplant, beantragt, oder läuft dieses bereits?

Nein

7.2 Werden entsprechende Aktivitäten nach Abschluss dieses Projektes durchgeführt?

Ja

Patieten- und Angehoerigenbefragungen, Mitarbeiterbefragungen Auswertung der krankenhaushygienischen und der mikrobiolgischen Daten (MRSA) und Vergleich zu den NRZ - Referenzdaten sowie Darstellung.

Das Konzept bleibt bei Bewährung Bestandteil des gesamten Hygienemanagements.

7.3 Entstehen im Rahmen des Projektes Produkte, die auch nach Projektende genutzt werden?

Ja

Angepasste und aktualisierte Verfahrensanweisungen und Qualitätsstandards für den speziellen Bereich

8. Projektfinanzierung

8.1 Das Projekt finanziert sich über:

  • Sonstige, und zwar : aus der Krankenhausfinanzierung, eigenen Mitteln der Krankenhäusern

8.2 Geschätzter Gesamtaufwand (inklusive Planung, Ausführung, Evaluation etc.) in Personentagen oder in Euro:

--- €

50 Personentage

8.3 Ist die Finanzierung bis Projektende gesichert?

Ja