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Evaluation der Brustzentren in Nordrhein-Westfalen

Eine junge Ärztin, im Hintergrund mehrere Ärzte mit Patient

Zwischen 1980 und 2004 stieg die Zahl der jährlichen Brustkrebs-Neuerkrankungen in Deutschland kontinuierlich auf 57.000 an (Robert Koch-Institut, 2010). Damit ist Brustkrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Vor diesem Hintergrund führte das Landesgesundheitsministerium NRW vor zehn Jahren Brustzentren ein. Brustzentren sind Netzwerke aller an der Versorgung von Brustkrebspatientinnen beteiligter Akteure. Mittlerweile existieren in NRW etwa 50 Standorte mit mehr als 90 operierenden Krankenhäusern. Ziel dieser Einführung war es, die Qualität von Diagnostik und Behandlung der Brustkrebsversorgung zu erhöhen.

Um Veränderungen in den Prozessen und Strukturen der Versorgung von Brustkrebspatientinnen in NRW, Auswirkungen auf Behandlungsergebnisse und Umsetzung des Konzepts aus Mitarbeiterperspektive zu untersuchen, förderte das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) zwischen 2010 und 2012 die Studie "Begleitende Versorgungsforschung im Rahmen der Einführung von Brustzentren in Nordrhein-Westfalen (EBRU II)". Im Rahmen von EBRU II wurden hierzu Schlüsselpersonen und Beschäftigte nordrhein-westfälischer Brustzentren befragt und die Befragungsergebnisse mit jährlich stattfindenden Patientinnenbefragungen abgeglichen. Das Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaften (IMVR) der Universität zu Köln führte das Projekt durch.

Zum Projektabschluss lud das Landeszentrum Gesundheit am 2. Dezember 2013 zu einem Workshop von 14 bis 17 Uhr in die Aesculap Akademie auf den Gesundheitscampus nach Bochum ein, um die Ergebnisse des Gutachtens vorzustellen und resultierende Herausforderungen für die Brustzentren gemeinsam zu erörtern. Unter den ca. 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern befanden sich überwiegend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der teilnehmenden Brustzentren, aber auch Vertreterinnen und Vertreter der Ärztekammer Westfalen-Lippe, der Selbsthilfe sowie der Krebsgesellschaft NRW.

Programm der Tagung

Evaluation der Brustzentren in Nordrhein-Westfalen

Präsentation der Referierenden

Evaluation der Brustzentren in Nordrhein-Westfalen
Lena Ansmann, Prof. Dr. Holger Pfaff, Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaften (IMVR) Köln