Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen
Ansprechperson
Dr. rer. physiol. Susanne Kuttner-May Fachgruppe Infektiologie und Hygiene Tel.: 0251 7793-4115
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Serviceangebote

Sexuell übertragbare Infektionen einschließlich HIV

Die Prävention sexuell übertragbarer Infektionen (engl. "sexually transmitted diseases" = STI) einschließlich HIV ist ein wichtiges, im Infektionsschutzgesetz verankertes Aufgabengebiet des öffentlichen Gesundheitsdienstes.

Das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen unterstützt und berät den Öffentlichen Gesundheitsdienst bei der Wahrnehmung der vielfältigen Aufgaben im Zusammenhang mit sexuell übertragbaren Infektionen durch

  • Koordination im Bereich Diagnostik
  • Konzepte und Leitlinien
  • Kooperation und Vernetzung
  • Arbeitsgruppen

02.03.2016

Neues Webportal der BZgA bietet Informationen zur sexuellen Gesundheit in 13 Sprachen

Im Rahmen der Fachkonferenz "Sexuelle Gesundheit von Migrantinnen und Migranten stärken", die am 25. und 26.02.2016 in Berlin stattfand, wurde das multilinguale Onlineangebot www.zanzu.de öffentlich vorgestellt. Das Webportal wurde von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Kooperation mit der belgischen Nichtregierungsorganisation Sensoa erarbeitet und gibt in 13 Sprachen einfache Erklärungen zu den Themenfeldern Körperwissen, Schwangerschaft und Geburt, Verhütung, HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen. Zudem erklärt es die Rechte und Gesetze in Deutschland. Dabei richtet es sich vor allem an Migrantinnen und Migranten, die noch nicht lange in Deutschland leben. Außerdem gibt es Informationen für Multiplikatoren zur Nutzung der Webseite.


30.11.2015

Positiv zusammen leben! Welt-AIDS-Tag 2015

Der Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember 2015 unter dem Motto "Positiv zusammen leben!" wird begleitet von einer Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und ihrer Partner: Was denkt Deutschland über HIV/AIDS?

"Würdest Du jemanden mit HIV küssen? Klar, wenn er mein Typ ist." Diese und fünf weitere Fragen bilden den Auftakt für die neue Kampagne, mit der unbegründete Ängste beim Umgang mit HIV-positiven Menschen thematisiert werden.


02.09.2015

Welttag der sexuellen Gesundheit am 04. September 2015

Der Welttag der sexuellen Gesundheit wurde 2010 von der World Association for Sexual Health (WAS) begründet und steht in diesem Jahr unter dem Motto "Sexual health and sexual rights for all".

Die frühzeitige Diagnose einer bestehenden Infektion als Grundlage für eine Behandlung verbessert die Prognose für die betroffene Person und verhindert weitere Übertragungen. In den STI-Beratungsstellen der Gesundheitsämter können sich Menschen in NRW kostenlos und anonym beraten und auf HIV und Syphilis testen lassen. Dieses Angebot wird vom LZG.NRW im Auftrag des MGEPA organisiert und finanziert. Mit Hilfe der HIV-Labordiagnostik, die in diesem Rahmen durchgeführt wird, kann auf Grund der Verwendung moderner HIV-Suchtests der vierten Generation, die neben Antikörpern auch HIV-Antigene nachweisen, eine HIV-Infektion sechs Wochen nach einer möglichen Exposition mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden. Bei einem HIV-Infizierten besteht bereits 16-18 Tage nach der Ansteckung die Möglichkeit, mit Hilfe der modernen Laborverfahren Virus-Antigen nachzuweisen.

Der Ausschluss einer primären Syphilisinfektion bei eindeutig negativen Ergebnissen ist erst acht bis zehn Wochen nach einem Kontakt möglich.

Im Jahr 2014 wurden für NRW 786 neu diagnostizierte HIV-Infektionen und 1.236 Syphilisinfektionen gemeldet (RKI SurvStat Datenstand 01.03.2015). Die Inzidenzrate der HIV-Neudiagnosen pro 100 000 Einwohner stieg leicht an von 4,0 in 2013 auf 4,5 (bundesweit bei 4,4) und lag damit an 5. Stelle der Häufigkeit hinter den Stadtstaaten und Bayern. Die Inzidenzrate der meldepflichtigen Syphilisinfektionen lag 2014 in NRW  bei 7,0 (2013 lag sie bei 6,9) und entsprach damit in etwa dem Bundesdurchschnitt (RKI SurvStat Datenstand 26.08.2015). Von beiden Infektionskrankheiten sind nach wie vor deutlich mehr Männer als Frauen betroffen.


14.08.2015

Nachweis einer Infektion mit Humanem Immundefizienzvirus (HIV): Serologisches Screening mit nachfolgender Bestätigungsdiagnostik durch Antikörper-basierte Testsysteme und/oder durch HIV-Nukleinsäure-Nachweis

Durch die Verwendung von modernen HIV-Suchtests der 4. Generation im Labor kann eine HIV-Infektion bereits 6 Wochen nach einem möglichen Kontakt mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden. Diese und weitere Änderungen gegenüber den bisher geltenden Empfehlungen zur HIV-Diagnostik, wie zum Beispiel die Möglichkeit des Erstnachweises einer HIV-Infektion auf Grund von Nukleinsäure-Amplifikations-Tests sind wesentliche Punkte der aktuellen Stellungnahme zur HIV-Stufendiagnostik der Gemeinsamen Diagnostikkommission der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e. V. (DVV) und der Gesellschaft für Virologie e. V. vom 27.06.2015, die auf den Seiten des Robert Koch-Institutes zum Download bereit steht.


27.11.2014

Welt-AIDS-Tag 2014

Antidiskriminierung und Solidarität sind die Ziele des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember, der 2014 zum 27. Mal stattfindet. Denn noch immer werden Menschen mit HIV im Alltag diskriminiert. Information und Aufklärung sollen helfen, unbegründete Ängste vor einer HIV-Übertragung im Alltag abzubauen und zu mehr Respekt und Offenheit im Umgang mit AIDS und HIV-infizierten Menschen beitragen.


02.09.2014

Gesundheitsförderung und Versorgung von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern - Position der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

In diesem Jahr wird auf Bundesebene über die Ausrichtung der Überarbeitung des geltenden Prostitutionsgesetzes intensiv diskutiert. Dabei wird auch die Wiedereinführung der Untersuchungspflicht für Prostituierte auf die Tagesordnung gebracht.

Die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW sieht in der Wiedereinführung der Untersuchungspflicht keine geeignete Maßnahme, die Verbreitung sexuell übertragbarer Infektionen zu verhindern.

Die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW hält es für sachgerecht, die Angebote auf der Grundlage anerkannter Strategien zur HIV- und STI-Prävention weiterzuentwickeln.


19.03.2014

STI-Kongress 2014 und Leopoldina-Symposium in Berlin

Die Deutsche STI-Gesellschaft führt vom 19.-21. Juni 2014 in Berlin im Roten Rathaus den STI-Kongress 2014 durch. Neben Fachvorträgen zu Sexualität und sexuell übertragbaren Infektionen gibt es in Praxiskursen und Workshops die Möglichkeit, praktisch zu arbeiten und sich weiterzubilden. Abgerundet wird der dreitägige Kongress mit einer Posterausstellung und der Verleihung des Detlef-Petzoldt-Preises für herausragende wissenschaftliche Publikationen.

Im Vorfeld findet am 18. Juni 2014, ebenfalls in Berlin, das Leopoldina-Symposium statt. Thema des Symposiums, das von der nationalen Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit der Deutschen STI-Gesellschaft veranstaltet wird, sind genitale Mikrobiome. Das bessere Verständnis von humanen Mikrobiomen soll helfen, auch Krankheiten besser zu verstehen und dadurch neue Therapien zu entwickeln.


24.02.2014

22. Treffen des Arbeitskreises Sexuelle Gesundheit in NRW am 8. April 2014 in Münster

Der Arbeitskreis Sexuelle Gesundheit in NRW trifft sich am 8. April  2014 zum 22. Mal. Als Themen sind vorgesehen: HIV-Prävention für Menschen mit Behinderungen, leitliniengerechte Therapie von Gonorrhö und anderen sexuell übertragbaren Infektionen, vorzeitige Immunalterung bei HIV-Patientinnen und -Patienten sowie genitale Infektionen mit Chlamydien, Gonorrhö und Trichomonas bei schwer erreichbaren Sexarbeiterinnen.

Eingeladen sind alle, die im Öffentlichen Gesundheitsdienst im Bereich HIV/STI tätig sind. Wir hoffen auf einen interessanten und ergebnisreichen Austausch. Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem Programm.


21.01.2014

Leitlinie "Gonorrhoe bei Erwachsenen und Adoleszenten"

Die Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit (Deutsche STI Gesellschaft, DSTIG) hat in Kooperation mit weiteren Fachgesellschaften die S2k Leitlinie "Gonorrhoe bei Erwachsenen und Adoleszenten" erarbeitet, sie wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) veröffentlicht.

Gonokokken gehören zu den weltweit häufigsten Erregern sexuell übertragbarer Infektionen. Vor dem Hintergrund der erheblichen Resistenzproblematik, von der auch Deutschland betroffen ist,  ist eine Leitlinie, die unter Anderem aktuelle Empfehlungen zur Therapie beinhaltet, sehr hilfreich.