Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen
Ansprechperson
Svenja Budde, MSc. Fachgruppe Prävention und Gesundheitsförderung Tel.: 0521 8007-3130
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Ergebnisevaluation von Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung

Ein Leitfaden zur Selbstevaluation für Praktikerinnen und Praktiker


In Prävention und Gesundheitsförderung rückt das Thema Evaluation immer stärker in den Fokus:
Was ist denn nun dabei herausgekommen?
Welche Wirkung wurde erzielt?
Ist das Projekt/das Programm auf Akzeptanz gestoßen?
Konnten Strukturen geschaffen oder verändert werden?

Mit diesen und ähnlichen Fragen werden Praktikerinnen und Praktiker immer häufiger konfrontiert. Sei es, dass Geldgeber oder Kooperationspartner einen Nachweis erfragen oder die Maßnahme intern überprüft werden soll. Nicht nur großangelegte Maßnahmen stehen vor der Aufgabe, sich mit den Aspekten des Qualitätsmanagements auseinanderzusetzen, insbesondere kleinere Praxiseinrichtungen und Initiativen sind angehalten  auf diesem Gebiet verstärkt zu agieren. Doch ein Einstieg in dieses Thema ist gar nicht so einfach. Bislang fehlte es hier an entsprechenden Unterstützungsangeboten, um eigenständig tätig zu werden. Diesem Bedarf versucht die Qualitätsinitiative NRW nun gerecht zu werden: Mit dem Leitfaden zur Selbstevaluation wird Praktikerinnen und Praktikern ein niedrigschwelliger Einstieg in die Ergebnisevaluation geboten. Er ist kleinschrittig aufgebaut und ermöglicht es, auch bei geringem methodischem Vorwissen und/oder eingeschränkten personellen sowie finanziellen Ressourcen, eine Evaluation in Eigenregie durchführen.

Der vorliegende Leitfaden wird in einem Modellversuch durch ein Beratungsangebot seitens des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) begleitet. Dieses Angebot baut auf den Inhalten des Leitfadens auf und richtet sich an alle kommunalen Akteurinnen und Akteure in NRW, die sich mit dem Leitfaden eingehend befasst haben. Wenn nach der Auseinandersetzung mit dieser Arbeitshilfe weiterer Klärungsbedarf besteht, versucht das LZG.NRW im Rahmen beim Einstieg in die Selbstevaluation Unterstützung zu leisten.

Kontakt:
Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen
Svenja Budde
Westerfeldstraße 35/37
33611 Bielefeld
Telefon: 0521 8007-3130
E-Mail: svenja.budde@lzg.nrw.de

 

Ergebnisevaluation

Systematische Beurteilung der Ergebnisqualität unter Nutzung sozialwissenschaftlicher Methoden. Die Begriffe Ergebnisevaluation und summative Evaluation werden synonym verwendet.

Selbstevaluation

Bewertung einer Maßnahme oder eines Projektes durch die Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeiter.

Inhaltsstruktur des Leitfadens

Einführung
interner Link Philosophie des Leitfadens
interner Link Was ist Evaluation?
interner Link Prozess- und Ergebnisevaluation
interner Link Selbstevaluation und Fremdevaluation
Überblick
interner Link Ablauf einer Ergebnisevaluation
Grundlagen
interner Link Der Public Health Action Cycle als Rahmenmodell für die Gesundheitsförderung
interner Link Qualitätsdimensionen der Gesundheitsförderung
Planungsqualität als Voraussetzung für Ergebnisqualität
interner Link Zur Notwendigkeit einer klaren Zieldefinition
interner Link Ergebnismodell zur Unterscheidung von Zielebenen
interner Link Die Unterscheidung von Zielen und Maßnahmen
interner Link Die Formulierung "smarter" Ziele
interner Link Zielerreichungsskalen (Goal Attainment Scaling) als Instrument spezifischer und abgestufter Zieldefinition
"Was ist denn herausgekommen?" - Ergebnisqualität
interner Link Das Messbarmachen von Zielen: Indikatoren
interner Link Vom Indikator zum Erhebungsinstrument
interner Link Wo finde ich vorhandene Fragebögen?
interner Link Wie erstelle ich einen Fragebogen?
interner Link Schriftlich, mündlich oder online?
interner Link Muss immer alles gezählt werden?
    Qualitative Ansätze der Ergebnisevaluation
interner Link Methodik der Ergebnisevaluation: Forschungsdesigns
interner Link Auswertung und Interpretation
Ablauf einer Ergebnisevaluation
interner Link Beispiel Rauchstopp in der Schwangerschaft
Materialsammlung
interner Link Beispiele für Frage- und Antwortmöglichkeiten in einem Fragebogen
interner Link Beispiele für Fragebögen
interner Link Checkliste zur Planung einer Studie zur Ergebnisevaluation
interner Link Die Arbeit mit dem Ergebnismodell und Zielerreichungsskalen (Goal Attainment Scaling). Das Beispiel der Selbsthilfeberatungsstellen im Landkreis L.

Indikator

Mithilfe eines Indikators können Veränderungen messbar gemacht werden; mit Hilfe eines Indikators kann erfasst werden, ob ein Ziel erreicht wurde. "Ein Indikator (lat.: indicare = auf etwas zeigen) ist ein Hilfsmittel, das Informationen zur Verfügung stellt, anhand derer die Veränderung bestimmter Sachverhalte angezeigt werden kann. Mit Hilfe von Indikatoren bzw. Prüfkriterien kann somit sichtbar gemacht werden, ob z. B. die in einem Programm angestrebten Ziele auch wirklich erreicht werden können. Folglich stellt ein Indikator eine Maßeinheit dar, an der der Grad der Erreichung eines Ziels abgelesen werden kann" (Loss et al., 2010, S. 30).

Hinweis

Beim Lesen der Inhalte finden Sie immer wieder fünf unterschiedliche Symbole:


Inhalte, die mit diesem Symbol versehen sind, enthalten wichtige oder zentrale Aussagen oder Hinweise.

Hier erhalten Sie zusätzliche Informationen oder ergänzende Hinweise.

Dieses Symbol bietet Ihnen die Möglichkeit, weitere Informationen im Internet zu finden.

Über dieses Symbol erhalten Sie ergänzende oder weiterführende Literaturhinweise.
zb butt Textpassagen, die mit diesem Symbol gekennzeichnet sind, enthalten konkrete Beispiele.

Wir möchten mit diesem Leitfaden möglichst viele Akteure aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen und Branchen erreichen. Je nach Fachgebiet sind Sie mit anderen Begrifflichkeiten vertraut. Deshalb haben wir zum leichteren Verständnis ein Glossar angefertigt.

Wir danken Frau Prof. Dr. Kolip von der Universität Bielefeld für die Erstellung der Texte und Präsentationen zu diesem Leitfaden.