Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen
Ansprechperson
Dr. Udo Puteanus Fachgruppe Internationale Zusammenarbeit, Sozialpharmazie Tel.: 0251 7793-4218
FAX: 0251 7793-4240
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Beratung und Unterstützung bei sozialpharmazeutischen Projekten

Das LZG.NRW berät und unterstützt in sozialpharmazeutischen Fragen und Fragen der Arzneimittelanwendungssicherheit / Arzneimitteltherapiesicherheit die Amtsapothekerinnen und Amtsapotheker in den Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen bei der Konzipierung und Durchführung von kommunalen und überregionalen sozialpharmazeutischen Projekten.

Zusammen mit dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium werden weitere Themen der Arzneimittelsicherheit, wie Arzneimittelnebenwirkungen und -wechselwirkungen (Pharmakovigilanz), der Arzneimittelversorgung (z.B. über Apotheken und den sonstigen Einzelhandel) sowie Fragen des Medikamenten-Missbrauchs bearbeitet.

Dazu werden die verfügbaren Daten des Arzneimittelmarktes und Informationen über den Arzneimittelgebrauch in der Bevölkerung gesichtet und zur Verfügung gestellt. Außerdem können eigene Erhebungen durchgeführt werden.


Arzneimittelversorgung von Heimbewohnern
Ältere Menschen leiden häufig an unterschiedlichen Erkrankungen. Sie müssen daher teilweise viele verschiedene Medikamente einnehmen. Um die Sicherheit der Arzneimittelanwendung zu gewährleisten, müssen die Patienten, deren Angehörige und/oder professionelle Pflegekräfte sehr sorgfältig mit den Medikamenten umgehen, damit Nebenwirkungen und risikoreiche Wechselwirkungen vermieden werden und die richtigen Medikamente zum richtigen Zeitpunkt eingenommen werden.
Das LZG.NRW (früher LIGA.NRW) untersuchte zu diesem Thema zusammen mit 19 Kreisen und kreisfreien Städten die Arzneimittelversorgung von Heimbewohnern (siehe Publikationen). Eine weitere Untersuchung wird derzeit durchgeführt.

Arzneimittelversorgung in Heimen
Untersuchungen in Dortmund, Essen, Hagen, Münster
Verbesserungsmöglichkeiten durch Versorgungsverträge zwischen Heimen und Apotheken wurden untersucht und Vorschläge für die Verträge erarbeitet (siehe: Publikationen).

Arzneimittelimporte
Mit der Verbreitung des Internets sowie mit der Zunahme des internationalen Reiseverkehrs steigt die Zahl der Arzneimittelimporte. Viele Menschen beziehen auf dem Postweg Arzneimittel aus dem Ausland oder nehmen Medikamente im Rahmen des Reiseverkehrs nach Deutschland mit. Leider sind importierte Arzneimittel nicht immer sicher. Teilweise werden illegale oder gefälschte Arzneimittel angeboten. Zum Schutz der Verbraucher hat der Gesetzgeber im Rahmen des Arzneimittelgesetzes den Importen enge Grenzen gesetzt.
Auf der Grundlage der Ergebnisse der Arzneimittelüberwachung können Aussagen über die Art der importierten Arzneimittel gemacht werden und Trends erkannt werden. Bei besonderen Gefährdungen informiert das LZG.NRW. Über die bisherigen Ergebnisse wurde bereits berichtet.

Frauen und Medikamente
Untersuchungen in Münster
In der Stadt Münster stand 1998-2000 das Thema Frauen und Medikamente auf dem Programm, wobei auch die Werbung für Arzneimittel thematisiert wurde. Darüber liegt ein umfangreicher Bericht vor.

Checkliste Selbstmedikation
Ein Projekt aus Düsseldorf
Der Amtsapotheker der Stadt Düsseldorf vermittelte im Konflikt zwischen Verbraucher-Zentrale und Düsseldorfer Apotheken beim Thema Beratungsleistungen der Apotheken bei der Selbstmedikation. Unter seiner Moderation entstand eine von beiden Seiten getragene Broschüre zur Selbstmedikation - zum Nutzen der Verbraucher und zur Verbesserung des Informationstransfers aus der Apotheke.

Pflanzliche Arzneimittel - immer nebenwirkungsfrei?
Eine Aktion in Wesel
Fachleute sind sich einig: pflanzliche Arzneimittel sind nicht immer nebenwirkungsfrei, wie viele Menschen glauben.
In Wesel wurden Passanten über ihre Meinung befragt. Es folgte eine Aufklärung der Bevölkerung über problematische pflanzliche Heilmittel.

Methylphenidat-Verbrauch
in fünf Städten, u.a. in Köln
In fünf Kommunen untersuchten Amtsapotheker den Verbrauch an Methylphenidat in den Jahren 1999 und 2001.
Die Ergebnisse wurden zum Teil veröffentlicht.  Besonders umfassend wurden die Verhältnisse in der Stadt Köln untersucht (s. Publikationen)

Zweifelhafte Arzneimittel-Angebote
vor allem zur Gewichtsreduktion, z. B. in Mülheim.
Immer wieder bieten Firmen kurzfristig Medikamente oder als Nahrungsergänzungsmittel getarnte Arzneimittel an, um ein schnelles Geschäft zu machen.
Neben den notwendigen Überwachungsmaßnahmen engagieren sich die Amtsapothekerinnen und Amtsapotheker durch Aufklärungsmaßnahmen für einen verantwortlichen Arzneimittelkonsum der Bevölkerung.
Zum Teil nutzen sie dabei die vom  LZG.NRW zur Verfügung gestellten Informationen.

Beratung in Apotheken
Ein Projekt im Kreis Soest
Apotheken haben den Auftrag, die Bevölkerung ordnungsgemäß mit Arzneimitteln zu versorgen. Dazu gehört auch die Information und Beratung über Arzneimittel. In einer Untersuchung wurde herausgearbeitet, welche Erwartungen die Verbraucher an die Apotheken haben und welche Erwartungen die Apotheker in der Bevölkerung vermuten.
Dabei konnte festgestellt werden, wie wichtig die diskrete Beratungsmöglichkeit als eine wichtige Voraussetzung ist, um erfolgreich informieren und beraten zu können.