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Aktuelle Meldungen

Arbeitslosigkeit und Gesundheit als kommunales Arbeitsfeld - Publikation des LZG.NRW zu einer Projektreihe aus der Stadt Essen

In Essen wurde die Zusammenführung von Arbeitsförderung und Gesundheitsförderung und -versorgung über viele Jahre hinweg systematisch vorangetrieben. Aufbauend auf Projekten des JobCenters Essen, in denen bereits vielfältige Kooperationsstrukturen mit dem Versorgungssystem gewachsen waren, hat sich die Kommunale Gesundheitskonferenz des Themas angenommen und zusammen mit dem Jobcenter Maßnahmen zu Prävention und Gesundheitsförderung in den Blick genommen.

Der jetzt vorliegende Band beschreibt diese Entwicklung anhand von Beiträgen zu den einzelnen Projektschritten, des Evaluationsberichts zum Projekt "Arbeitslosigkeit und Gesundheit" und eines perspektivischen Ausblicks. Die Beiträge stehen durchgehend für das hohe methodisch-konzeptionelle Niveau der Projektreihe, sind aber gleichzeitig anschaulich, kleinschrittig und in einer praxisnahen Sprache gehalten.

Methadonflasche inmitten einer Wortwolke aus Bgriffen wie Entgiftung, Akzeptanz, Selbsthilfe und Stabilisierung

Dokumentation der Fachtagung Sozialpharmazie 2018: Substitutionstherapie Opioidabhängiger

Die Substitutionstherapie mit Opioiden für Suchterkrankte ist in den letzten beiden Jahrzehnten zu einer wissenschaftlich allgemein anerkannten, evidenzbasierten Behandlungsmethode weiterentwickelt worden. Sie steht den Suchterkrankten als Regelleistung der Gesetzlichen Krankenversicherung zur Verfügung. Die 2017 novellierte Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV) und die neuen Richtlinien der Bundesärztekammer erleichterten die Durchführung der Opioidsubstitutionstherapie. Neue Möglichkeiten der Vergabe und die Anpassung der Therapieziele eröffneten neue Optionen, führen aber auch zu Diskussionen und Unsicherheiten.

Auf der im Mai 2018 durchgeführten und mit dieser Publikation dokumentierten Fachtagung Sozialpharmazie wurde deutlich, in welchem Spannungsfeld Substitutionstherapie stattfindet: zwischen rechtlichen Vorgaben und Anpassungsnotwendigkeiten an die Realität der ärztlichen und pharmazeutischen Praxis sowie an die Lebensumstände der Suchterkrankten. Angesichts der Abnahme der Zahl qualifizierter substituierender Ärztinnen und Ärzte muss weiter darüber nachgedacht werden, wie die Substitutionstherapie Opioidabhängiger in Zukunft gestaltet werden soll.

Reagenzgläser und Petryschalen in einem Labor

21. NRW-Dialog Infektionsschutz am 20. November in Dortmund

Im Mittelpunkt des 21. NRW-Dialogs zum Infektionsschutz stehen Netzwerke und das Netzwerkmanagement: Am Beispiel des Projekts EOWAR, das sich dem Informationsaustausch in Ausbruchsgeschehen widmet, erläutern wir die Bedeutung netzwerkinterner Zusammenarbeit. Einblicke gibt es auch in das Projekt EMerGE-NeT, das die Rolle von Patientenströmen in und zwischen Krankenhäusern für Ausbrüche nosokomialer Infektionen untersucht. Weitere Themen sind Begehungen von Intensivpflegeeinrichtungen, die für den Öffentlichen Gesundheitsdienst immer mehr an Bedeutung gewinnen, die Vorstellung des neuen Impf-Parcours und ein Überblick über aktuelle infektionsepidemiologische Themen.

Die Veranstaltung des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) in NRW und ist kostenfrei.

Steckbriefe der aktuell in NRW durch die Krankenkassen/-verbände nach § 20a SGB V geförderten Projekte

Das Präventionsgesetz hat 2015 auch die Möglichkeiten für die Verhaltens- und Verhältnisprävention in nicht-betrieblichen Lebenswelten erweitert. Das LZG.NRW unterstützt die Krankenkassen/-verbände als Träger der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit NRW (KGC NRW) bei der kassenübergreifenden Förderung solcher Settingprojekte.

Einen kompakten Einblick in die bislang geförderten Projekte bieten ab sofort die Steckbriefe der aktuell in NRW durch die Krankenkassen/-verbände nach § 20a SGB V geförderten Projekte auf den Webseiten der KGC NRW. Die Projektsteckbriefe informieren über die Zielsetzung, die angesprochene Zielgruppe und deren Lebenswelt sowie über geplante Maßnahmen der Verhältnis- und Verhaltensprävention. Darüber hinaus wird ein Einblick in die Projektkoordination und in diesem Kontext bestehende Kooperationen gegeben.

Telefonische Befragung der nordrhein-westfälischen Bevölkerung - NRW-Gesundheitssurvey 2019

In der Zeit vom 18. September bis zum 15. November 2019 führt das Landeszentrum Gesundheit NRW wieder eine Bevölkerungsbefragung durch. In diesem Zeitraum werden per Zufall ausgewählte Haushalte in Nordrhein-Westfalen von einem von uns beauftragten Institut telefonisch kontaktiert. In den letzten Jahren haben jährlich etwa 2.000 Bürgerinnen und Bürger an den Befragungen teilgenommen. Ihre Angaben sind ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsberichterstattung des Landes, die eine maßgebliche Grundlage gesundheitspolitischer Analysen und Entscheidung in Nordrhein-Westfalen liefert.

Sollten Sie in diesem Jahr angerufen werden, würden wir uns freuen, wenn Sie sich an der Befragung beteiligen und unsere Fragen zu verschiedenen Gesundheitsthemen beantworten könnten. Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig und Ihre Angaben werden anonym behandelt. Alle Daten werden nur in zusammengefasster Form ausgewertet.