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Aktuelle Meldungen

Arzneimittel in der Palliativversorgung. Tagungsdokumentation der Fachtagung Sozialpharmazie 2016 erschienen

Die palliativmedizinische Versorgung ist inzwischen fester Bestandteil des deutschen Gesundheitswesens. Spezialisten versorgen und betreuen Schwerstkranke und Sterbende. Dazu gehören auch Pharmazeutinnen und Pharmazeuten, die komplexe Medikationspläne begleiten und Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Pflegefachkräften mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Fachtagung Sozialpharmazie im Mai 2016, veranstaltet vom Landeszentrum Gesundheit in Zusammenarbeit mit der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen, griff dieses Thema auf. Jetzt steht die Tagungsdokumentation zur Verfügung.

Ziel war es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes über die wesentlichen Aspekte der Palliativversorgung zu informieren. Außerdem konnten Herausforderungen, die vor dem Hintergrund des demographischen Wandels pharmazeutisch zu meistern sind, diskutiert werden. So muss darauf geachtet werden, dass das pharmazeutische Potential und das aktuelle Wissen auch in Zukunft in allen Teilen von Nordrhein-Westfalen zur Verfügung steht. Außerdem muss die Zusammenarbeit in Palliativnetzwerken weiter verbessert werden. Der Öffentliche Gesundheitsdienst wird sich im Rahmen seiner Koordinierungsaufgaben dafür verstärkt einsetzen.

Dokumentation der Veranstaltung "Integrationskonzept Stadt Leverkusen - Kommunaler Dialog zu Migration und Gesundheit" am 21. Juni 2017 in Leverkusen

Die Integration von Migrantinnen und Migranten ist für viele Kommunen in NRW ein besonderes Anliegen. Auch für die Stadt Leverkusen, die im Rahmen ihrer Aktivitäten in dem Themenbereich ihr kommunales Integrationskonzept unter Einbeziehung gesundheitsbezogener Fragestellungen novelliert.

Aus diesem Anlass veranstalteten das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen und die kommunale Gesundheitskonferenz der Stadt Leverkusen am 21.06.2017 einen kommunalen Dialog zu Migration und Gesundheit. Rund 30 Teilnehmende, darunter Fachkräfte aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern, tauschten Erfahrungen zum Thema aus und diskutierten gemeinsam mögliche Handlungsansätze für die Umsetzung des Themas Gesundheit im Integrationskonzept.

Reagenzgläser und Petryschalen in einem Labor

19. NRW-Dialog zum Infektionsschutz am 20.09.2017 in Bochum

Vertreterinnen und Vertreter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) in NRW sind am 20. September 2017 herzlich nach Bochum zum 19. NRW-Dialog zum Infektionsschutz eingeladen. Die Veranstaltung des LZG.NRW thematisiert dieses Mal verschiedene Aspekte Carbapenem-resistenter Erreger und den Ausbruch des hämolytisch-urämischen Syndroms (kurz: HUS) in 2017, infektionshygienische Krankenhausinspektionen in den Niederlanden sowie Möglichkeiten und Herausforderungen Genom basierter Diagnostik bei Tuberkulose. Es werden außerdem Erfahrungsberichte zu einem Tuberkulose-Ausbruch in einer Familie und einem Masern-Ausbruch in einem Krankenhaus vorgestellt. Die Veranstaltung wird zusätzlich Raum für den fachlichen Austausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander bieten.

Projektdokumentation "Partizipative Qualitätsentwicklung in Kontexten einer Kommunalen Gesundheitskonferenz" erschienen

Partizipation als Handlungsprinzip und die Partizipative Qualitätsentwicklung (PQE) als methodisches Instrument zur praktischen Umsetzung sind aus einer zeitgemäßen Gesundheitsförderung nicht mehr wegzudenken. Klassischerweise macht die PQE die Partizipation der Zielgruppen zu ihrem zentralen Anliegen.

Mit dem hier dokumentierten Modellprojekt im Rahmen einer Kommunalen Gesundheitskonferenz und ihrer Arbeitsstrukturen (hier die "Koordinationsstelle für Ernährung und Bewegung an Offenen Ganztagsschulen" im Kreis Gütersloh) steht ein spezieller Handlungsrahmen im Mittelpunkt - eine Kommunalverwaltung mit ihren vielfältigen professionellen Arbeitsbeziehungen. Die Dokumentation wirft einen differenzierten Blick darauf, ob und wie PQE in einem solchen Kontext funktioniert, ob Partizipation auch hier zu einer Verbesserung der Arbeitsergebnisse führt und ob die Zielgruppen - die Kinder und ihre Eltern - von einer gesteigerten Partizipation im Verwaltungshandeln profitieren.

Gesetz zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten

Der Bundestag hat am 07.07.2017 das Gesetz zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten (EpidÜberwModG) beschlossen. Das Robert Koch-Institut (RKI) wird durch das Gesetz beauftragt, ein elektronisches Melde- und Informationssystem (DEMIS) zu errichten. Künftig sollen alle Meldungen von Infektionskrankheiten von den meldenden Ärztinnen und Ärzten und Laboren elektronisch verarbeitet und den Gesundheitsämtern, Landesmeldestellen und dem RKI zugänglich gemacht werden. Besonders im Vordergrund stehen die hohen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit, die durch ein solches elektronisches Meldesystem entstehen.

DEMIS soll spätestens 2021 in Betrieb gehen. Weitere Neuerungen des Gesetzes sind unter anderem eine Erweiterung der Meldepflicht bei Häufungen von Krankenhausinfektionen, die Beteiligung der Gesundheitsämter an der Kontrolle der ärztlichen Impfberatung bei Aufnahme von Kindern in Betreuungseinrichtungen und eine Benachrichtigungspflicht für Krätze (Skabies) in Pflegeheimen und weiteren Gemeinschaftsunterkünften. Die Rolle des RKI im Bereich des internationalen Gesundheitsschutzes wird gesetzlich verankert. Das Gesetz wurde am 24.07.2017 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist am 25.07.2017 in Kraft getreten. Die Änderungen, die sich durch das EpidÜberwModG für das Infektionsschutzgesetz (IfSG) ergeben, wurden in die Online-Version des IfSG bereits eingearbeitet.

Foto einer Bewerbungsmappe

Neue Stellenausschreibung

Im Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen ist die folgende Stelle neu zu besetzen:

  • Ärztin/Arzt mit dem Aufgabenschwerpunkt "Infektionsschutz" in der Fachgruppe Infektiologie und Hygiene, Dienstort Bochum (Münster), Bewerbungsschluss: 21.08.2017

Umfangreiche Aktualisierung der Gesundheitsindikatoren

Das LZG.NRW hat in einer weiteren umfangreichen Aktualisierung seiner Gesundheitsindikatoren unter anderem die Daten der Schuleingangsuntersuchungen, Daten zu Ausbildung, gesundheitsökonomische sowie soziodemographische Daten auf den neuesten Stand gebracht.   

Masern - aktuelle Informationen und Empfehlungen

Derzeit werden in NRW viele Maserninfektionen gemeldet. Zwischen 2008 und 2016 wurden pro Jahr 18 bis 185 Masern-Fälle gemeldet, im Jahr 2017 bis jetzt bereits 408 (Datenstand: 23.05.2017), davon 296 aus Duisburg, 30 aus Essen und 82 aus 26 anderen Kreisen in NRW. Aus der kreisfreien Stadt Essen wurde ein Maserntodesfall bei einer 37-jährigen Patientin berichtet.

Grundsätzlich immer, aktuell besonders nachdrücklich, ist zu empfehlen jeden Arztkontakt zu nutzen, um den eigenen Impfschutz überprüfen und gegebenenfalls ergänzen zu lassen.

Bei Masern handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung, die mit sehr schweren Komplikationen einhergehen kann. Es ist daher besonders wichtig, sich selbst und sein Umfeld durch Impfung vor Ansteckung zu schützen. In Deutschland ist die Impfung nicht nur für Kinder empfohlen, sondern auch für Erwachsene.

Im Detail empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) Folgendes:
Kinder erhalten eine zweimalige Impfung. Die erste Impfung erfolgt im Alter von 11-14 Monaten, die zweite im Alter von 15-23 Monaten. Die zweite Impfung folgt im Abstand von mindestens vier Wochen zur ersten Impfung.
Kinder und Jugendliche, die gar nicht oder nur einmal geimpft sind, sollten so schnell wie möglich eine Nachholimpfung erhalten. Erst wenn insgesamt zwei Impfungen gegeben wurden, ist der optimale Schutz gegen Masern erreicht.
Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, wird eine einmalige Impfung empfohlen, wenn sie entweder gar nicht oder nur einmal in der Kindheit/Jugend gegen Masern geimpft wurden. Das gilt ebenso bei einem unklaren Impfstatus. Diese Empfehlung betrifft insbesondere auch Menschen, die im Gesundheitsdienst arbeiten, die Personen mit geschwächtem Immunsystem betreuen oder in Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind.