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Versorgungsstrukturen

Der anhaltende demografische Wandel erfordert auch einen Wandel unserer medizinisch-pflegerischen Versorgungsstrukturen: Steigende Lebenserwartungen und langjährig niedrige Geburtenzahlen führen dazu, dass absolut und relativ mehr ältere und hochaltrige Menschen in unserem Land leben. Gleichzeitig wird unsere Bevölkerung voraussichtlich mittel- und langfristig zurückgehen.

Damit verändern sich zum einen gesundheitliche Bedarfslagen, vor allem mehrfache und chronische Erkrankungen nehmen an Bedeutung zu. Gleichzeitig verändern sich aber auch die Versorgungsmöglichkeiten: Weil die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter mit der Zahl der Älteren nicht Schritt halten kann und damit gleichzeitig auch Fachkräfte tendenziell knapper werden, ist ein Höchstmaß an Effektivität der medizinisch-pflegerischen Versorgungsstrukturen erforderlich.

Richtig und umfassend verstandene Effektivität muss sich dabei insbesondere an den Patientinnen und Patienten orientieren und ihren Bedürfnissen gerecht werden - so wie dies die Landesgesundheitskonferenz NRW (LGK) Ende 2015 noch einmal bekräftigt hat: Entschließung der LGK 2015

All dies erfordert sowohl eine engagierte Versorgungsanalyse als auch die Erprobung innovativer Ideen der Versorgungspraxis. Das LZG.NRW trägt hierzu mit eigenen Projektförderungen und Aufträgen bei und unterstützt mit der Dialogreihe Versorgungsforschung NRW und dem Beirat Versorgungsforschung die Vernetzung und Präsentation der vielfältigen Forschungsergebnisse in NRW.

Der Begriff "Patientenorientierung" beschreibt die Orientierung der gesundheitlichen Versorgung an den Interessen der Patientinnen und Patienten. In den letzten Jahren hat die Patientenorientierung zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Der wissenschaftliche Beirat Versorgungsforschung NRW wurde im Jahre 2010 gegründet. Neben der Vernetzung der wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen ist eines seiner weiteren Ziele das Setzen von neuen Impulsen in der Versorgungsforschung.