Hauptinhaltsbereich

Präventionsgesetz & Präventionskonzept

Mit dem Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (PrävG) hat der Deutsche Bundestag am 18.06.2015 im vierten Anlauf eine gesetzliche Grundlage auf den Weg gebracht, um insbesondere die Gesundheitsförderung in Lebenswelten wie Kita, Schule, Betrieb und Pflegeeinrichtung, aber auch in Kommune und Quartier voranzubringen. Rund 300 Millionen Euro jährlich sollen für setting-bezogene, verhältnisorientierte Gesundheitsförderung aufgebracht werden. Daneben sind Früherkennungsuntersuchungen und Qualitätssicherung besondere Anliegen des Gesetzes.

Die Nationale Präventionskonferenz hat mit den Bundesrahmenempfehlungen eine erste Leitlinie zur Umsetzung des Präventionsgesetzes formuliert. Hervorzuheben sind eine Aufwertung des Settings Kommune, dessen Potentiale in besonderer Weise herausgestellt werden, und - in Ergänzung zur Setting-Orientierung des Gesetzes - die Formulierung von an Lebensphasen orientierten Zielen (Gesund aufwachsen, Gesund leben und arbeiten, Gesund im Alter).

Die Träger der Sozialversicherung und das Land Nordrhein-Westfalen haben am 26.08.2016 eine Landesrahmenvereinbarung abgeschlossen, mit der "die nationale Präventionsstrategie unter Beachtung gesundheitsbezogener Landes- und kommunaler Schwerpunktsetzungen im Land Nordrhein-Westfalen" umgesetzt werden soll. Hier wird ebenfalls in besonderer Weise auf den kommunalen Handlungsraum verwiesen, auf das besondere Potential der Kommunalen Gesundheitskonferenzen in Nordrhein-Westfalen und auf die Bedeutung integrierter Ansätze (Präventionsketten).

Das Landeszentrum Gesundheit NRW wird sich aktiv in die weitere Umsetzung des Präventionsgesetzes in Nordrhein-Westfalen einbringen.