Hauptinhaltsbereich

Sozialpharmazie

Sozialpharmazie setzt sich damit auseinander, wie Patientinnen und Patienten, Verbraucherinnen und Verbraucher, Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, andere Heilberufe, Politiker, Organisationen und Verbände sowie die Gesellschaft als Ganzes mit Arzneimitteln umgehen, welche wechselseitigen Beziehungen sie untereinander eingehen und wie sich dies in soziale, kulturelle und ökonomische Zusammenhänge einordnen lässt.

Auf der Grundlage des Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen soll die untere Gesundheitsbehörde (Amtsapothekerinnen und Amtsapotheker) mit Unterstützung des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG.NRW) anhand der ihr zur Verfügung stehenden Daten den Arzneimittelkonsum der Bevölkerung beobachten, dokumentieren, analysieren und bewerten. Sie kann dazu Erhebungen durchführen. Auf dieser Grundlage soll sie die Bevölkerung über einen verantwortlichen Arzneimittelkonsum aufklären, informieren und beraten sowie an der Bekämpfung des Drogen- und Arzneimittelmissbrauchs mitwirken.

Das LZG.NRW unterstützte in den letzten Jahren verschiedene Projekte der unteren Gesundheitsbehörden. In Ergänzung dazu organisiert das LZG.NRW in Zusammenarbeit mit der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen jährlich eine Fachtagung Sozialpharmazie. Auf den vergangenen Fachtagungen wurden Ergebnisse von Projekte vorgestellt, neue Projekte vorbereitet oder aktuelle Themen der Arzneimitteltherapiesicherheit und der Sozialpharmazie aufgegriffen.

Schwerpunktthemen der Fachtagungen Sozialpharmazie waren bisher unter anderem:

  • Arzneimittel und Palliativversorgung (2016),
  • Arzneimittelversorgung und ambulante Pflegedienste (2015),
  • Arzneimittel bei Kindern und Jugendlichen (2014),
  • Leitlinien und pharmakotherapeutische Behandlung multimorbider älterer Menschen (2013),
  • Arzneimittelmissbrauch, Arzneimittelabhängigkeit (2012).

Weitere Fachtagungen sind in Planung.