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Auswahlgespräch

Das Auswahlgespräch ergänzt methodisch und in der Konzentration auf personale und sozial-kommunikative Kompetenzen die Kriterien der Vorleistungen, die vor allem Bildungserfolge, kognitives Leistungsvermögen und berufspraktische Erfahrung abbilden.

Die personalen und sozial-kommunikativen Kompetenzen werden in einem strukturierten und standardisierten Interviewverfahren geprüft, je nach zu betrachtender Kompetenz als kurze Rollenspiele in realitätsnahen Simulationen oder fragenbasierten Interviews (sogenannte Multiple Mini Interviews - MMIs). Medizinisches Fachwissen wird hierbei nicht vorausgesetzt.

Ablauf und Organisation

Das Auswahlgespräch erstreckt sich über etwa vier Stunden. Der jeweilige Gesprächstag und die Startzeit werden mit der Einladung auf dem Postweg mitgeteilt. Gleichzeitig werden die ID-Nummern der zugelassenen Bewerberinnen und Bewerber im Bewerberportal veröffentlicht.

Für die Durchführung des Auswahlgesprächs werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppen von ca. 20 Personen aufgeteilt. Im Anschluss an die Registrierung und Begrüßung absolvieren die Gruppen dann in jeweils eigenen Ablaufplänen die 10 Stationen des Auswahlgesprächs. Die Gruppen werden auf ihrem Weg durch einen "Guide" begleitet, der für Fragen zum Ablauf zur Verfügung steht.

Nach dem Auswahlgespräch wird den Bewerberinnen und Bewerbern ein Überblick zum Inhalt des öffentlich rechtlichen Vertrages gegeben. Hier besteht auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Stationen

Kern des Auswahlgesprächs sind die insgesamt zehn einzelnen Stationen, die unter standardisierten Bedingungen ausgerichtet und anhand definierter Kriterien bewertet werden. An jeder Station werden die Bewerberinnen und Bewerber mit einer anderen Aufgabe konfrontiert, die jeweils auf einer Tafel vor der Station kurz beschrieben wird. Nach einem akustischen Signal haben die Bewerberinnen und Bewerber 90 Sekunden Zeit, die Aufgabenstellung zu lesen und sich auf die Aufgabe vorzubereiten.

Die Aufgaben an den Stationen sind so gestaltet, dass die Beurteilungskriterien in der Regel nicht erkennbar sind. Denn die Bewerberinnen und Bewerber sollen nicht versuchen, einer vorherigen Erwartungshaltung zu entsprechen, sondern authentisch mit der Situation umgehen.

In den Räumen befinden sich je nach Aufgabe Equipment und/oder professionelle und eigens geschulte Schauspielerinnen und Schauspieler. Die Jurorinnen und Juroren, die die jeweilige Aufgabe bewerten, sind entweder in den Räumlichkeiten anwesend oder beobachten die Situation für die Bewerberinnen und Bewerber nicht sichtbar hinter einer verspiegelten Scheibe. Sie beurteilen die Bewerberleistung in der Station mit einer für alle Stationen einheitlichen Punkteskala von 0 bis 5 Punkten. Das Gesamtergebnis der Bewerberinnen und Bewerber setzt sich dann aus dem Urteil aller Jurorinnen und Juroren zusammen, auf die eine Bewerberin oder ein Bewerber an den einzelnen Stationen getroffen ist (siehe auch "Auswahlgespräch - Bewertung").